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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Lange Haftstrafen für Wallstreet Market-Betreiber

Darknet

Auf dem Darknet-Portal Wallstreet Market bekam man jahrelang alles Mögliche - vor allem Illegales. Nun wurden in Frankfurt gegen die Betreiber die Urteile gesprochen. Vor Gericht zeigten sich die drei Männer kooperativ - und verrieten sogar ihre Geldverstecke.

Das Frankfurter Landgericht hat die Verantwortlichen des einst weltweit zweitgrößten Online-Marktplatzes im Darknet, Wallstreet Market, verurteilt. Das Gericht verhängte am Freitag gegen drei Männer Haftstrafen zwischen fünf Jahren und drei Monaten und sieben Jahren und neun Monaten wegen bandenmäßigem Rauschgifthandels. Mit dem Urteil folgte das Gericht dem Antrag der Generalstaatsanwaltschaft.

Auf der Plattform Wallstreet Market waren vor allem Drogen, aber auch ausgespähte Daten, gefälschte Dokumente und Schadsoftware gehandelt worden. 2019 hatte die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt den illegalen Marktplatz in einer internationalen Aktion stillgelegt.

Angeklagte trieb laut eigener Aussage die Neugier

Die Angeklagten hatten im Prozess früh die Vorwürfe eingeräumt. Zudem halfen sie bei der Aufklärung und gaben ihre Geldverstecke preis. Auch zeigten sie im Prozess Reue. Das verkürzte das Verfahren erheblich. Drogengelder und Provisionen in zweistelliger Millionenhöhe wurden eingezogen.

Einer der Angeklagten schilderte gleich zu Beginn, dass es die technische Neugierde gewesen sei, die das Trio zunächst angetrieben habe. Weil der Handel virtuell ablief, habe das Bewusstsein dafür gefehlt, dass sie als Drogenhändler fungierten.

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