Schüsse und eine Verfolgungsjagd im Bahnhofsviertel: Rund zehn Monate nach einem spektakulären Bankeinbruch in Frankfurt stehen vier Männer wegen schweren Raubes vor Gericht.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Prozess gegen Bankräuber in Frankfurt

Fluchtauto wird abgeschleppt
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Die Anklage am Landgericht Frankfurt legt den zwischen 27 und 35 Jahre alten Angeklagten aus Berlin schweren Raub und verschiedene andere Delikte zur Last. Die Männer plünderten demnach im August vergangenen Jahres im Tresorraum einer Sparkassenfiliale nahe dem Frankfurter Hauptbahnhof zahlreiche private Schließfächer. Dort stahlen sie Münzen, Schmuck und Dokumente.

Gezielte Schüsse beenden Flucht im Auto

Danach hielten sie bei einer spektakulären Flucht das Bahnhofsviertel in Atem: Mit dem Auto rammten sie mit hohem Tempo vier andere Autos und verletzten dabei drei Menschen. Polizisten konnten die Männer vor dem Hauptbahnhof mit gezielten Schüssen auf die Reifen ihres Autos stoppen. Hunderte Menschen und zahlreiche Kameras wurden Zeugen der Aktion am helllichten Tag zur Hauptverkehrszeit.

Die Männer flohen zwar zu Fuß weiter, drei von ihnen wurden aber schnell festgenommen - dem vierten gelang zunächst die Flucht. Er wurde einige Wochen später in Berlin verhaftet. Die Beute konnte die Polizei sicherstellen.

Wegen ihrer chaotischen Flucht stehen die Männer nicht nur wegen schweren Bandendiebstahls sondern auch wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr vor Gericht.

Sendung: hr-iNFO, 05.06.2020, 09.00 Uhr