Polizist von hinten, auf der Jacke steht in großen Lettern "Polizei". Daneben ein Polizei-Auto mit Blaulicht. Sujetbild.

Gegen sich prügelnde Jugend-Gruppen im Park wird Pefferspray eingesetzt, Eltern gehen bei einem C-Jugend-Spiel aufeinander los, ein Passant wird auf dem Gehweg verhauen: So war der Samstag für die Polizei in Wiesbaden.

Einsatzfahrten zum "Warmen Damm" nahe dem Kurpark sind für Streifenpolizisten in Wiesbaden nicht ungewöhnlich. In der Grünanlage kommen an Wochenenden häufig hunderte meist junge Menschen zusammen. Vor kurzem baute die Polizei samstagsnachts vorsorglich sogar eine Beleuchtungsanlage auf.

Auch in der Nacht von Samstag auf Sonntag ging es rund. Es waren nicht die einzigen Prügelattacken, mit denen sich die Polizei in der Stadt an dem Tag beschäftigen mussten.

  • "Es kam zu mehreren Auseinandersetzungen zwischen Gruppen von Jugendlichen/Heranwachsenden", meldet die Polizei am Sonntag zum Warmen Damm. Erst prügelten sich vor Mitternacht zwei junge Männer, andere mischten sich ein, die Polizei sprach Platzverweise aus. Eine Stunde später sei es dann in einer Menschenmenge zu einer "handfesten Auseinandersetzung" gekommen. Da Worte nichts halfen, setzten die Beamten Pfefferspray ein. Die Bilanz: drei Verletzte – einer durch Schläge eines Kontrahenten, zwei durch das Pfefferspray.
  • Gewalt ist nicht nur unter Heranwachsenden ein Problem, wie Erwachsene am Samstagnachmittag den C-Jugend-Spielern auf der Bezirkssportanlage im Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kastel demonstrierten. Nach dem Fußballspiel der 12- bis 14-Jährigen seien Angehörige beider Mannschaften aufeinander losgegangen. Zwei Funkwagen-Besatzungen rückten aus. Als sie eintrafen hätten sich die "erhitzten Gemüter" weitgehend beruhigt. Aber zwei Menschen wurden bei dem "handgreifliche Handgemenge"verletzt.
  • Kurz zuvor hatte sich die Polizei in der Innenstadt um einen 21 Jahre alten Mann kümmern müssen. Ihn hatte auf einem Gehweg ein ihm unbekannter anderer junger Mann erst angerempelt, um ihn dann mehrmals mit der Faust ins Gesicht zu schlagen udn nach dem auf dem Boden liegenden Opfer zu treten. Die Identität des Täters, vermutlich ebenfalls um die 20, war der Polizei noch unbekannt.