Ein weißes Fahrrad mit schwarzem Kreuz erinnert an einen Unfall mit tödlichem Ausgang.

Ein Radfahrer ist bei einem Verkehrsunfall in Frankfurt ums Leben gekommen. Ein Sattelzug hatte den Radler beim Abbiegen in eine Baustelle erfasst.

Ein 34 Jahre alter Radfahrer ist am Freitag bei einem Verkehrsunfall in Frankfurt ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, war der Radfahrer am Mittag auf der Europa-Allee im Gallusviertel in die gleiche Richtung gefahren wie ein Sattelzug, der von einem 35-Jährigen gesteuert wurde.

Als der Fahrer seinen Lkw nach rechts auf eine Baustellenzufahrt lenken wollte, kollidierte der Radfahrer mit dem Lastwagen. Der 34-Jährige wurde so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb. Der Lkw-Fahrer erlitt einen Schock. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, war zunächst unklar.

ADFC fordert Abbiege-Assistenten für Lkw

Im vergangenen Jahr sind im Frankfurter Straßenverkehr sieben Radfahrer ums Leben gekommen, an einigen Unfällen waren abbiegende Lastwagen beteiligt. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) fordert seit langem Abbiege-Assistenten, die solche Unfälle verhindern könnten. Doch die sind bisher nur in wenigen Lastwagen eingebaut.

Bis solche Assistenten für alle Neufahrzeuge zur Pflicht werden, dürften nach Einschätzung von Experten noch mindestens drei Jahre vergehen. Hauptgrund sei das langwierige Regelungsverfahren auf EU-Ebene.

Sendung: hr-iNFO, 26.07.2019, 18.00 Uhr