Straße und Vorgarten sackten weg, Wasser- und Telefonleitung waren plötzlich gekappt. Das passierte einer Frau in Wetzlar-Garbenheim. Nun ist das Rätsel um den riesigen Krater vor ihrem Haus gelöst.

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Vier Meter tief, sechs Meter breit, acht Meter lang: Der Krater, der sich vor wenigen Tagen vor dem Haus einer Frau in Wetzlar-Garbenheim auftat, ist so groß, dass ein Lastwagen darin Platz fände. In dem Loch verschwanden die Wasserleitung, die zu dem Haus führte, und ein Stück vom Vorgarten. Seitdem sitzt die Frau buchstäblich auf dem Trockenen. Auch die Telefonleitung wurde unterbrochen.

Inzwischen hat die Stadtverwaltung geklärt, warum der Boden an der Stelle eingebrochen ist: Ein alter Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg ist eingestürzt. Das hat ein Gutachter vor Ort festgestellt. Zuvor war auch vermutet worden, ob womöglich ein alter Bergbaustollen, wie es sie um Wetzlar häufig gibt, nachgegeben hat.

Loch wird mit Schotter verfüllt

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Krater in Wetzlar vor einem Wohnhaus

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Straße in Wetzlar-Garbenheim verschwindet in einem Krater

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Nachdem der Krater fast eine Woche lang mit einem Bauzaun abgesperrt worden war, rückten am Donnerstag Lastwagen und Bagger an. Mit 15 Ladungen Schotter will die Stadt das Loch verfüllen lassen. Anschließend sollen die beschädigten Leitungen wiederhergestellt werden.

Der Gutachter versicherte, dass der vergessene Luftschutzbunker einmalig sei in der Gegend. Dennoch machen sich einige Nachbarn Sorgen um die Stabilität ihrer Straße und ihrer Häuser.