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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Ermittlungen nach tödlichem SUV-Unfall

Unfallstelle in Frankfurt

Mit einem SUV fuhr ein 38-Jähriger durch das Frankfurter Ostend und erfasste drei Menschen auf einem Rad- und Gehweg. Zwei von ihnen starben. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen ihn wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung.

Nach dem schweren Unfall vom Wochenende in Frankfurt mit zwei Toten hat die Staatsanwaltschaft gegen den Fahrer eines Sportgeländewagens ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Geprüft werde, ob sich der 38-Jährige der fahrlässigen Tötung in zwei Fällen schuldig gemacht habe, sagte eine Sprecherin der Behörde am Freitag.

Drei Menschen überfahren

Der Mann war am Samstag in einer Kurve im Ostend mit seinem SUV von der Straße auf einen Rad- und Gehweg abgekommen und hatte drei Menschen überfahren. Ein 27 Jahre alter Fahrradkurier und ein 61-jähriger Fußgänger wurden dabei so schwer verletzt, dass sie im Krankenhaus starben. Eine 31 Jahre alte Passantin überlebte mit schweren Verletzungen.

Die Polizei hatte nach dem Unfall mitgeteilt, dass "sehr wahrscheinlich" überhöhte Geschwindigkeit die Ursache gewesen sei. Laut Zeugen soll der 38-Jährige an einer Ampel mit Vollgas losgefahren sein. Danach fuhr er den Angaben zufolge mit hoher Geschwindigkeit weiter und kam ins Schlingern. Einen Anschlag oder ein illegales Autorennen schlossen die Ermittler schnell aus. Auch Hinweise auf Alkohol oder Drogen gab es bislang nicht.

Online-Petition für Tempo 30

Anwohner klagen über häufige Geschwindigkeitsübertretungen in dem Bereich. Einer von ihnen startete nach dem Unfall eine Online-Petition. Darin wird das Frankfurter Verkehrsdezernat aufgefordert, ein Tempolimit von 30 km/h auf der Oskar-Miller-Straße und der Sonnemannstraße zu verhängen.

Sendung: hr3, 27.11.2020, 11 Uhr