Razzia in Biebesheim
Auch in Biebesheim wurden Objekte durchsucht. Bild © picture-alliance/dpa

Mit einer Razzia in Biebesheim, Raunheim und Rüsselsheim sind Spezialkräfte der Polizei und Staatsanwaltschaft gegen insgesamt zwölf mutmaßliche Islamisten vorgegangen. Ein Ehepaar wurde festgenommen.

Die Polizei durchsuchte am Donnerstagmorgen in Südhessen mehrere Wohnungen mutmaßlicher Islamisten. Wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt mitteilte, wurden 15 Objekte in Raunheim, Biebesheim am Rhein (beide Groß-Gerau) und Rüsselsheim durchsucht sowie ein Objekt in Nordrhein-Westfalen.

Zwei Personen wurden festgenommen. Bargeld, Messer und Unterlagen konnten sichergestellt werden. Etwa 200 Beamte waren laut Staatsanwaltschaft im Einsatz.

Ausreise nach Syrien geplant

Im Visier der Ermittler standen zwölf Beschuldigte. Den jungen Männern im Alter von 22 bis 30 Jahren werden die Vorbereitung oder Beihilfe zu einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen. Sie sollen selbst versucht beziehungsweise anderen dabei geholfen haben, über die Türkei nach Syrien auszureisen, um sich dort an Kampfhandlungen von islamistisch-terroristischen Gruppierungen zu beteiligen.

Die Verdächtigen sind Deutsche und Deutsch-Marokkaner, so die Staatsanwaltschaft. Bei den beiden Festgenommen handele es sich um ein Ehepaar aus Raunheim. Die 26-Jährigen wurden 2016 gemeinsam mit ihren beiden kleinen Kindern im türkisch-syrischen Grenzgebiet mit gefälschten syrischen Pässen gefasst und später nach Deutschland abgeschoben.

Sendung: hr-iNFO, 21.02.2019, 8:40 Uhr