Mit Gebrauchtwagen-Geschäften im Internet soll ein Trio aus dem Kreis Offenbach Kunden abgezockt haben.

Die Polizei hat im Kreis Offenbach eine mutmaßliche Bande von betrügerischen Autohändlern zerschlagen. Sie sollen Kunden um eine sechsstellige Summe gebracht haben.

Die Offenbacher Polizei ist mit mehreren Razzien gegen eine mutmaßliche Bande betrügerischer Autohändler vorgegangen. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Montagnachmittag mitteilten, gab es in der vergangenen Woche in elf Gebäuden im Kreis Offenbach und in Berlin Durchsuchungen. Dabei wurden Beweismittel und rund 100.000 Euro an Vermögen sichergestellt - darunter sieben Autos und zwei Lastwagen.

Polizei ermittelt gegen drei Verdächtige

Im Fokus stehen drei Gebrauchtwagenhändler. Ihnen wird vorgeworfen, über das Internet mit Kunden Geschäfte abgeschlossen und sie dabei betrogen zu haben - unter anderem bei der Anzahlung.

Zwei der Verdächtigen wurden festgenommen und sitzen inzwischen in Untersuchungshaft. Nach dem dritten wird noch gesucht. Auch gegen ihn liegt ein Haftbefehl vor.

Betrugsopfer wohl nicht nur in Deutschland

Seit vergangenem Sommer waren bei der Polizei immer mehr Anzeigen gegen die Tatverdächtigen und ihren Gebrauchtwagenhandel eingegangen. Den entstandenen Schaden schätzen die Ermittler auf eine Summe im sechsstelligen Bereich. Die Polizei geht davon aus, dass es noch weitere Betrugsopfer gibt - nicht nur in Deutschland, sondern auch im nahen Ausland.

Sendung: hr3, 11.03.2019, 18 Uhr