Getötete Schafe
21 Tiere wurden bei dem Unfall getötet. Bild © hr

Eine Schafherde in Twistetal ist von ihrer Weide ausgebüxt und auf die nahegelegene Bahnstrecke geraten. Dort wurden die Tiere von einem Regionalzug erfasst und getötet. Dass die Schafe überhaupt auf den Schienen landen konnten, lag offenbar an einem Dieb.

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Polizei an der Unfallstelle

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Bundespolizei: "Mit etwa 90 km/h in die Herde reingefahren"

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Mit etwa 90 Stundenkilometern ist ein Regionalzug der Kurhessenbahn auf dem Weg von Korbach nach Kassel am Montagmorgen in eine Schafherde gefahren. Bei dem Zusammenprall in Twistetal-Berndorf (Waldeck-Frankenberg) kamen alle 21 Tiere ums Leben, wie die Bundespolizei mitteilte.

Die Schafe waren von einer Weide ausgebüxt, die wenige Meter oberhalb der eingleisigen Bahnstrecke liegt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hatte ein bisher Unbekannter den Stromspannungsgeber für den Elektrozaun der Weide in der Nacht zuvor gestohlen. Die Schafe seien vermutlich durch einen Hund oder einen Mopedfahrer aufgeschreckt worden und von der Weide gerannt.

Reisende und Triebwagenführer unverletzt

Der Unfall passierte gegen 6.30 Uhr direkt hinter einer Kurve. Die 15 Reisenden und der Triebwagenführer blieben unverletzt. Die betroffene Strecke wurde vorübergehend gesperrt.

Vermutlich wurde der Zug bei dem Unfall nicht beschädigt. Er wurde zur Sicherheit dennoch nach Korbach in eine Werkstatt zur Überprüfung gefahren.

Sendung: hr-iNFO, 12.08.2019, 9:50 Uhr