Umgekippter Reisebus an Unfallstelle in Kroatien

Bei einem schweren Unfall eines Reisebusses aus Frankfurt sind in Kroatien zehn Menschen ums Leben gekommen, 45 wurden verletzt. Offenbar war der Fahrer auf der Autobahn eingeschlafen.

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hessenschau vom 25.07.2021
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Bilder zeigen den umgekippten Reisebus in einem Straßengraben an der Autobahn A3 bei Slavonski Brod im östlichen Kroatien. Bei dem Unglück am Sonntagmorgen gegen 6.20 Uhr kamen mindestens zehn Menschen ums Leben, wie unter anderem das kroatische Staatsfernsehen HRT unter Berufung auf die Polizei berichtet. 45 weitere Menschen wurden verletzt, 15 von ihnen nach Informationen des ARD-Studios in Wien schwer.

Ihr Zustand habe sich auch am Montag nicht verschlechtert, sagte der Leiter des Krankenhauses in Slavonski Brod, Josip Samardžić, der ARD. 26 Leichtverletzte können das Krankenhaus demnach noch am Montag verlassen. Für sie werde ein Transport nach Deutschland oder in den Kosovo oder eine Unterkunft in Kroatien organisiert.

Fahrer festgenommen

Einer der beiden Fahrer sei während des Lenkens eingeschlafen, erklärte die Staatsanwaltschaft nach Angaben des kroatischen Nachrichtenportals "index.hr". Dadurch sei der Bus von der Fahrbahn abgekommen. Der 52-Jährige sei festgenommen worden. Im Fahrzeug befanden sich 67 Fahrgäste und zwei Fahrer. Einer der Fahrer gehört zu den Toten.

Der Fernbus war auf dem Weg von Frankfurt in die kosovarische Hauptstadt Pristina. Reiseveranstalter ist ein deutsch-kosovarisches Busunternehmen mit Sitz in Stuttgart, das mehrere Verbindungen in den Kosovo anbietet. Vom Frankfurter Hauptbahnhof werden laut Homepage regelmäßig vier Ziele angesteuert.

Bei den Opfern handele es sich um "Menschen, die in Deutschland arbeiten und ihren Urlaub im Kosovo verbringen wollten", sagte Kosovos Botschafter Gezim Kasapolli in der kroatischen Hauptstadt Zagreb. "Wir haben mit den Familien der Verletzten und Getöteten gesprochen", ergänzte er nach Angaben des Portals "jutarnji.hr".

Das Auswärtige Amt teilte dem hr am Montag mit, man müsse "derzeit davon ausgehen, dass unter den Betroffenen auch deutsche Staatsangehörige sind". Sichere Erkenntnisse habe man jedoch noch nicht. Ein Team der deutschen Botschaft in Zagreb besuchte nach Angaben des Auswärtigen Amts Verletzte im Krankenhaus. Auch die Botschaft in Pristina sei eingebunden und stehe in engem Kontakt mit den Behörden vor Ort.

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