Einsatzkräfte der Polizei auf einer Straße hinter einem Absperrband.

Großeinsatz in Hattersheim: Weil ein Anwohner seine zwei Meter lange Boa Constrictor vermisst, rücken mehr als 80 Einsatzkräfte zur Suche aus - und bereiten eine Räumung des angrenzenden Freibads vor.

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Schlangensuche sorgt für Aufregung im Freibad

Zurück im heimischen Terrarium: Die ausgebüxte Boa von Hattersheim
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Eigentlich sind im Sommer Schlangen in Schwimmbädern alles andere als ungewöhnlich: am Kassenhäuschen, an den Rutschen und den Kiosken. Eher selten hat man es dabei mit echten Reptilien zu tun. Doch genau ein solches hat am frühen Mittwochabend für reichlich Alarm rund um das Freibad in Hattersheim (Main-Taunus) gesorgt. Dabei hatte sich das Tier, wie sich später herausstellen sollte, gar nicht in darin aufgehalten. Aber der Reihe nach.

Feuerwehr und Tierrettung im Einsatz

Irgendwann im Laufe des Mittwochnachmittags bemerkte ein Bewohner des Ladislaus-Winterstein-Rings, dass ihm was fehlt. Nämlich seine ausgewachsene Boa Constrictor, die er eigentlich in einem Terrarium in seiner Wohnung hält. Nachdem die eigenständige Suche nach dem zwei Meter langen Kriechtier erfolglos blieb, verständigte der Mann Polizei und Feuerwehr.

Und die legten sich auf der Suche nach der Würgeschlange richtig ins Zeug. Nicht weniger als 80 Einsatzkräfte von drei Feuerwehren sowie die Tierrettungsgruppe des Main-Taunus-Kreises rückten gegen 18 Uhr aus, um die Umgebung nach der Königboa abzusuchen.

Zu eben dieser Umgebung gehört dummerweise das unmittelbar an den Ladislaus-Winterstein-Ring angrenzende Freibad. Weil nicht auszuschließen war, dass auch die Boa an einem heißen Sommertag Abkühlung sucht, bereiteten sich die Rettungskräfte auf eine schnelle Räumung der Bads vor.

Besitzer gibt Entwarnung

Am Ende stellte sich die ganze Aufregung als unnötig heraus. Kurz bevor die ersten Badegäste ihre Handtücher fluchtartig verlassen mussten, fand der Besitzer das Tier doch noch. Die Boa nämlich hatte sich tatsächlich ein sehr schattiges Plätzchen ausgesucht und im Bezug eines Sofas vorübergehend eingenistet.

Nach gut einer Stunde konnte das Reptil wieder ins Terrarium verfrachtet und die Sperrungen rund um den Ladislaus-Winterstein-Ring wieder aufgehoben werden. Der Schlange soll es den Umständen entsprechend gut gehen. Die Badegäste konnten derweil wieder an der Rutsche Schlange stehen.

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