Lkw-Attacke Limburg Prozess

Weil er mit einem gekaperten Lkw 18 Menschen mitten in Limburg verletzt haben soll, wurde ein 33-Jähriger zu neun Jahren Haft verurteilt. Auf Initiative der Verteidigung geht der Fall nun zum Bundesgerichtshof.

Nach einem mutmaßlich absichtlich verursachten Lkw-Unfall mitten in Limburg muss sich der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe mit dem Fall befassen. Die Verteidigung legte Revision gegen die Verurteilung des Angeklagten ein, wie das Landgericht Limburg am Samstag auf Anfrage mitteilte.

Die Richter hatten den 33-Jährigen im November wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung zu neun Jahren Haft verurteilt. Der Mann soll im Oktober 2019 mit einem zuvor gekaperten Lastwagen an einer Ampelkreuzung in stehende Autos gefahren sein und diese aufeinandergeschoben haben. 18 Menschen wurden dabei verletzt.

Mit Tötungsabsicht gehandelt?

Der Angeklagte hatte sich im Prozess für die Tat entschuldigt, zugleich aber auf Erinnerungslücken und seinen Drogenkonsum verwiesen: "Wären die Drogen nicht im Spiel gewesen, wäre das nicht passiert." Die Verteidigung hatte argumentiert, es sei nicht zu widerlegen, dass es sich bei dem Geschehen um einen Unfall gehandelt haben könnte. Der Angeklagte habe keine Tötungsabsicht gehabt, es handele sich daher nicht um versuchten Mord.