Reifenspuren am Leichenfundort in Riedstadt
Reifenspuren am Fundort: Hier stand der Wagen, in dem zwei Menschen in Riedstadt starben. Bild © picture-alliance/dpa

Die beiden jungen Menschen, die im südhessischen Riedstadt tot in einem Auto gefunden worden sind, starben durch Schussverletzungen. Auf die Tatbeteiligung einer weiteren Person deutet nichts hin.

Nach dem Fund zweier Leichen in einem Auto im Riedstädter Stadtteil Crumstadt (Groß-Gerau) haben die Ermittler am Donnerstag das Ergebnis der Obduktion bekannt gegeben. Demnach sind der 24 Jahre alte Mann und die zwei Jahre jüngere Frau durch Schüsse ums Leben gekommen, wie Oberstaatsanwalt Robert Hartmann in Darmstadt sagte.

Es gebe nach wie vor keine Hinweise darauf, dass eine dritte Person etwas mit dem Tod der jungen Leute zu tun habe. Das Auto mit den Toten war am Dienstagabend an einem Teich gefunden worden.

Keine Abschiedsbriefe gefunden

Die Motivlage sei noch immer unklar und könne wahrscheinlich auch nicht vollständig aufgeklärt werden. Die Spurenlage deute darauf hin, dass es sich um Suizid mit Tötung oder erweiterten Suizid handele. Es seien aber weder Abschiedsbriefe noch Notizen in sozialen Netzwerken gefunden worden.

Auch Angehörige konnten keine Angaben machen, erklärte Hartmann. Für die Waffe habe es keine Waffenbesitzkarte gegeben. Woher sie stamme, sei noch Gegenstand der Ermittlungen

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Hilfe bei Suizidgedanken

Falls Sie verzweifelt sind und in einer bedrückenden Lebenssituation keinen Ausweg für sich sehen: Suchen Sie sich bitte Hilfe bei anderen Menschen. Das kann ein Gespräch mit Familienangehörigen oder Freunden sein. Außerdem gibt es professionelle Beratungsangebote. Hier können Sie auch anonym bleiben. Die Telefonseelsorge ist zu jeder Tages- und Nachtzeit erreichbar, unter der Rufnummer 0800-1110111 und 0800-1110222. Über weitere Beratungsangebote für Betroffene und Angehörige informiert die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention auf ihrer Homepage.

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Sendung: maintower, 14.06.2018, 18 Uhr