Die trächtige Kuh "Lotte" auf dem Gleis

Eine trächtige Kuh hat zwischen Gießen und Wetzlar den Zugverkehr für mehrere Stunden ausgebremst. Das Tier stand auf den Gleisen. Es herunter zu bekommen, war aufwändiger als zunächst angenommen.

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Eine trächtige Kuh sollte am Donnerstagmorgen eigentlich in die Tierklinik Gießen gebracht werden, damit sie ihr Kalb per Kaiserschnitt auf die Welt bringen kann. Als Kuh "Lotte" in Gießen dann ausgeladen wurde, rannte sie plötzlich in Richtung Bahnstrecke und lief zwischen Gießen und Wetzlar-Dutenhofen auf den Gleisen.

Kuh "äußerst aggressiv"

Bundespolizei, Feuerwehr, Angestellte der Tierklinik und der Besitzer der Kuh nahmen die Verfolgungsjagd auf. Allerdings ließ sich die Kuh nicht so leicht einfangen.

"Die Kuh ist äußerst aggressiv", twitterte ein Feuerwehrsprecher. Nach Einschätzung von Kuh-Besitzer Marc Hofmann schien das Tier ziemlich adrenalingeladen zu sein. Offenbar deswegen zeigten die eingesetzten Betäubungspfeile keine Wirkung. Die Kuh konnte schließlich doch noch vom Gleis gelockt werden. Das Tier wurde durch einen Tierarzt betreut und versorgt.

Bahnstrecke vier Stunden lang gesperrt

Die Bahnstrecke war laut Bundespolizei in beide Richtungen mehr als vier Stunden gesperrt - von etwa 8 Uhr bis 12.20 Uhr. Mehrere Regionalzüge waren betroffen.

Für Lotte und ihren Nachwuchs hat die Geschichte leider kein Happy-End. Am Nachmittag starb das Kalb kurz nach seiner Geburt.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau kompakt Newsflash, 19.12.2019, 13 Uhr