Video

zum Video Tödlicher Badeunfall in Rodgau

Rettungskräfte auf dem Badesee in Rodgau

Als vergangene Woche zwei Menschen kurz hintereinander ertranken, schloss die Stadt Rodgau ihr Strandbad. Jetzt ist klar: Auch zum Wochenende hin wird der Badesee nicht öffnen. Er bleibt bis auf Weiteres geschlossen.

Das Strandbad in Rodgau (Offenbach) bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Das schreibt die Gemeinde am Freitag auf ihrer Website. In dem Badesee war am vergangenen Sonntag ein Elfjähriger ertrunken - hessenschau.de berichtete. Die Stadt verhängte zunächst eine Schließung bis einschließlich Donnerstag, verlängerte diese jedoch nun auf zunächst unbestimmte Zeit.

Der Grund: Es sei krankheitsbedingt nicht genügend Personal einsetzbar, sagte eine Sprecherin der Stadt. "Wir können derzeit mit unserem festangestellten Personal den Badebetrieb nicht aufrechterhalten", hieß es gegenüber der Frankfurter Neue Presse, die zuerst über die verlängerte Schließung berichtet hatte.

Niemand da, der den Dienst machen kann

Gegenüber hessenschau.de hieß es am Freitag, dass die Stadt eventuellen Unmut der Menschen verstehe. Aber: Man habe "niemanden, der den Dienst da draußen" machen könne, so viele Krankmeldungen lägen momentan vor. Auch die Rettungskräfte der DLRG reichten nicht aus, um das Strandbad zu öffnen. Ob der hohe Krankenstand auf den Badeunfall zurückzuführen sei, wollte die Stadt weder bestätigen noch dementieren.

Noch Anfang der Woche hatte Rodgaus Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD) mitgeteilt, dass das Bad voraussichtlich am Freitag wieder geöffnet würde. Die Stadt betone aber auch, dass auf die Verfassung der Rettungskräfte Rücksicht genommen werden müsse.

Gleich zwei Badeunfälle kurz hintereinander

Derzeit warte man ab, wie sich die Krankheits-Situation entwickle. Da das noch nicht abzusehen sei, gelte die Schließung "bis auf Weiteres".

Der Badeunfall am Sonntag war bereits der zweite in kurzem Abstand im Rodgauer Strandbad. Zwei Tage zuvor war in dem Badesee eine Schwimmerin tödlich verunglückt. Medienberichten zufolge hatten Zeugen gesehen, wie sie im Wasser um Hilfe rief. Eine andere Schwimmerin habe die etwa 40-jährige Frau ans Ufer gebracht. Rettungskräfte hatten noch versucht, sie wiederzubeleben. Sie starb im Krankenhaus.

Weitere Informationen Ende der weiteren Informationen