Der Holbeinsteg in Frankfurt.

In Frankfurt ist ein Rollstuhlfahrer in den Main gestürzt. Eine Joggerin sprang hinterher, musste dann aber selbst gerettet werden.

Eine mutige Joggerin hat einen Rollstuhlfahrer aus dem Main gerettet. Nach Polizeiangaben vom Donnerstag war der 32 Jahre alte Mann am frühen Mittwochabend aus bisher ungeklärten Gründen mit seinem Rollstuhl in den Fluss gestürzt. Das Unglück geschah demnach am nördlichen Ufer, zwischen Holbeinsteg und Friedensbrücke.

Mehrere Passanten hätten den Vorfall beobachtet, darunter die 21 Jahre alte Joggerin. Sie sei sofort zu der Stelle gerannt und in den Fluss gesprungen, berichtete die Polizei. Sie habe den Rollstuhlfahrer in der Nähe des Ufers zwar ergreifen können, hieß es weiter. Doch zunächst sei es der Frau wegen der Strömung nicht gelungen, sich an die Treppenaufgänge zu retten.

Mit Schal aus dem Wasser gezogen

Mehrere Zeugen eilten ihr daraufhin zu Hilfe: Mit einem langen Schal hätten eine 22-jährige Frau und ein 23-jähriger Mann die beiden schließlich ans Ufer gezogen. Zwei weitere Frauen seien an der Rettung beteiligt gewesen. Außerdem sucht die Polizei nach einem weiteren Mann, der beim Eintreffen der Rettungskräfte nicht mehr vor Ort gewesen sei.

Die Joggerin und der Rollstuhlfahrer wurden in ein Krankenhaus gebracht und stationär aufgenommen. Zu ihren Verletzungen wollte eine Polizeisprecherin keine Angaben machen.