Weil er insgesamt rund 80 Kilogramm der in Ostafrika und im Jemen verbreiteten Kaudroge Khat nach Frankfurt gebracht hatte, ist ein 41 Jahre alter Mann am Mittwoch vom Landgericht Frankfurt zu einem Jahr und acht Monaten Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Der arbeitslose Maurer hatte sich in Brüssel, wo er eigentlich Arbeit gesucht hatte, von einem Somalier dazu überreden lassen, die Khat-Blätter nach Frankfurt zu bringen. Vor Gericht sagte er, man habe ihm gesagt, es handele sich bei der Fracht um Tee. Später habe er einige Blätter deshalb probeweise aufgebrüht - das Ergebnis sei allerdings wenig befriedigend gewesen.

Khat entfaltet erst nach längerem Kauen in der Backe die vom Konsumenten beabsichtigte Wirkung. Laut Staatsanwaltschaft stellt Khat zwar nur eine "weiche Droge" dar. Ihr Besitz sei gleichwohl bereits seit 1998 nach dem  Betäubungsmittelrecht strafbar. Strafmildernd wurden dem Angeklagten die fehlenden Vorstrafen sowie seine dreimonatige Untersuchungshaft angerechnet.