Ein mit einigen Fahrgästen besetzter Bus ist im morgendlichen Berufsverkehr bei Schneetreiben auf der Friedberger Landstraße unterwegs.

Weite Teile Hessens liegen seit dem Morgen unter einer dicken Schneedecke. Die Folge: Unfälle auf den Straßen und Chaos im Busverkehr. Nach leichten Plusgraden wird es Ende der Woche richtig eisig.

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Der Dienstag ist in weiten Teilen Hessens mit dicken Flocken gestartet: Auf den Gipfeln von Feldberg und Wasserkuppe fielen zum Teil mehr als 30 Zentimeter Neuschnee, auch in vielen tieferen Regionen reichte es für eine geschlossene Schneedecke. Besonders betroffen sind das Rhein-Main-Gebiet und Südhessen, wie hr-Meteorologe Tim Staeger berichtet.

Unfälle und Chaos im Busverkehr

Das winterliche Wetter sorgt seit dem Morgen für Chaos, vor allem im öffentlichen Nahverkehr. Dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) zufolge fielen unter anderem im Busverkehr im Rheingau-Taunus-Kreis sowie im Main-Taunus-Kreis, Hochtaunuskreis und Wetteraukreis einzelne Buslinien wegen Schnees und Glätte aus. Außerdem müssten Fahrgäste mit Verspätungen rechnen.

Auch im Kreis Gießen und im Vogelsberg kommt es demnach wegen des Schnees auf mehreren Buslinien zu Ausfällen und Verspätungen. Der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) meldete, dass die Strecke über die Sababurg am Vormittag nicht befahrbar sei. Die Busse werden umgeleitet.

Allein im Taunus und in Frankfurt zählte die Polizei rund 100 Unfälle. In dem meisten Fällen sei es bei geringen Sachschäden geblieben, verzeinzelt habe es aber auch Leichtverletzte gegeben.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Glätte und Schnee: Rund 100 Unfälle im Taunus und in Frankfurt

Ein mit einigen Fahrgästen besetzter Bus ist im morgendlichen Berufsverkehr bei Schneetreiben auf der Friedberger Landstraße unterwegs.
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Das Wetter bringe noch eine weitere Gefahr mit sich, warnt der hr-Meteorologe: "Es ist aktuell sehr windig, vor allem in den Bergregionen." Das könne für Schneebruch sorgen.

"Ausgewachsener Winter mit Schmuddel-Einschüben"

Die Schneebruch-Gefahr lasse im Laufe des Tages nach – ebenso wie die Schneefälle, so Staeger. "Im Laufe des Mittags und Nachmittags geht der Schnee von Nordwesten her in Regen über." Das treffe zuerst die Region rund um Willingen (Upland) und Korbach. Bei leichten Plusgeraden steige die Schneefallgrenze weiter an.

In der Nacht zum Mittwoch sollten Autofahrer allerdings wieder besonders vorsichtig fahren: "Die Temperaturen ziehen an, überfrierende Nässe kann dann zum Problem werden - es kann schnell glatt werden." Ein "ausgewachsener Winter mit Schmuddel-Einschüben", resümiert Staeger.

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Neuer Schnee ist in den kommenden Tagen kaum in Sicht, dafür aber reichlich Kälte. "Tagsüber liegen die Temperaturen um den Gefrierpunkt, nachts bekommen wir mäßigen bis leichten Frost, bis minus 5 Grad." Richtig eisig wird es dann Richtung Wochenende: Für Freitag werden höchstens -3 bis 1 Grad erwartet – die Tiefstwerte liegen bei -10 Grad. Dass es wieder milder wird, ist laut Staeger erst einmal nicht in Sicht.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 12.01.2021, 20.30 Uhr