Lkw auf verschneiter Straße im Taunus
Lkw auf verschneiter Straße im Taunus Bild © Michael Seeboth (hr)

Auf Sturmtief Eberhard folgten Schnee und Glätte - das hat am Montagmorgen im Berufsverkehr für Probleme gesorgt. An Steigungen stellten sich Lastwagen quer, die Streudienste waren im Dauereinsatz. An drei Schulen fiel der Unterricht aus.

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Straßenverkehr | Bahnverkehr | Flughafen | Schulausfälle

Sturmtief Eberhard war am Sonntag mit orkanartigen Böen über Hessen gefegt und hatte mancherorts Schäden verursacht. Auf den Sturm folgte am frühen Montagmorgen ein breites Regenband, das von West nach Ost über Hessen zog und Regen, Schnee und Graupelschauer mitbrachte.

❗️ Nach den orkanartigen Sturmböen gestern, schneit es heute in vielen Teilen von #Westhessen ! ⚠️ Fahrt vorsichtig! 🚘⛸ = 👎 #springiscoming #obacht

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Bereits am frühen Morgen setzte in Mittelhessen Schneefall ein. Auf der A5 stellten sich bei Alsfeld auf schneeglatter Fahrbahn mehrere Lastwagen quer. Zwischen Hattenbacher Dreieck und Alsfeld-Ost landete ein Laster im Graben. Auch auf der A45 zwischen Dillenburg und Haiger hatten mehrere Lastwagen Probleme mit dem Schneefall. Auf der A5 Kassel in Richtung Frankfurt stockte der Verkehr zwischen dem Gambacher Kreuz und Friedberg auf einer Länge von 14 Kilometern.

Hessen Mobil hatte am Morgen angeordnet, dass Fahrzeuge über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht auf der A3, A4, A5, A7, A44 und A49 in Nord- und Mittelhessen wegen der Witterungsverhältnisse nur den rechten Fahrstreifen benutzen dürfen. Die Benutzung der anderen Fahrstreifen war dort für diese Fahrzeuge zunächst nicht erlaubt. Inzwischen wurde das Rechtsfahrgebot wieder aufgehoben.

Aufgrund von Sturmschäden wurden in Hessen mehrere Straßen gesperrt - über den aktuellen Stand informiert Hessen Mobil auf seiner Webseite.

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Schon in der Nacht kam es auf der A66 bei Bad Soden-Salmünster zu einem Glätteunfall. Ein Fahrer verlor bei hoher Geschwindigkeit auf glatter Straße die Kontrolle über sein Auto und schleuderte von der Fahrbahn. Verletzt wurde niemand.

Auf der A7 kam es gegen 8 Uhr am Dreieck Fulda zu einem schweren Unfall. Ein BMW hatte einen Transporter mit hoher Geschwindigkeit auf regennasser Fahrbahn gerammt, wie ein Polizeisprecher erklärte. Der Transporter verlor die Kontrolle und rammte einen weiteren Pkw, der sich überschlug. Drei Menschen kamen mit Verletzungen in Krankenhäuser. Die A7 war kurzfristig in Richtung Norden voll gesperrt.

Bahnverkehr durch Sturmfolgen ausgebremst

Im Bahnverkehr gibt es nach dem Sturm noch einzelne Probleme. Betroffen seien vor allem Züge, die aus Nordrhein-Westfalen kommen, sagte ein Bahnsprecher. Bei der Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main kommt es noch vereinzelt zu Verzögerungen und Ausfällen.

Auch im Regionalverkehr kam es zu einzelnen Behinderungen. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) meldete wegen eines umgestürzten Baums Ausfälle im Busverkehr im Landkreis Offenbach.

Schneeregen behindert Landungen

Am Frankfurter Flughafen wurden am Montag nur kleinere Einschränkungen gemeldet. Aufgrund des Schneeregens habe zeitweise nur eine begrenzte Anzahl von Flugzeugen landen können, sagte eine Fraport-Sprecherin. Insgesamt habe es am Montag 15 Annulierungen gegeben, von denen aber nicht alle auf das Wetter zurückzuführen seien.

In Bensheim deckte der Sturm das Flachdach der Karl-Kübel-Schule ab.
In Bensheim deckte der Sturm das Flachdach der Karl-Kübel-Schule ab. Bild © Strieder

Als Folge des Sturmtiefs fiel in Wolfhagen-Wenigenhasungen an der Erpetalschule der Unterricht aus. In Bensheim hatte "Eberhard" am Sonntag das Flachdach der Karl-Kübel-Schule abgedeckt - auch hier fiel deshalb der Unterricht aus. Die Abiturprüfungen fanden aber statt. In Frankfurt fand an der Otto-Hahn-Schule kein Unterricht statt, weil die Heizungen ausgefallen waren. Die Abiprüfungen liefen aber auch hier wie geplant.

Am Montagnachmittag beruhigte sich die Wetterlage wieder. In der Nacht zum Dienstag kommt es örtlich noch zu Regen- oder Schneeschauern. Die Temperaturen gehen auf 2 bis -2 Grad zurück. Stellenweise werden die Straßen wieder glatt.

Sendung: hr-iNFO, 11.03.2019, 8:00 Uhr