Schneeglätte hat auch am Dienstag zahlreiche Autofahrer in Hessen ausgebremst. Auf der A5 ging es zwischenzeitlich gar nichts mehr, auch auf der B7 krachte es. Das Wetter bleibt winterlich-ungemütlich.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Winter im Frühling sorgt für Verkehrsbeeinträchtigungen

Kaufungen Unfall
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Wegen Schneeglätte ist der Verkehr auf der Autobahn 5 am Dienstagmorgen für rund eine Stunde zum Stillstand gekommen. Nach einem Unfall mit zwei Lkw auf der rechten Spur in Richtung Kassel staute sich der Verkehr zwischen Alsfeld-Ost und dem Rastplatz Eifa. Noch am Vormittag konnte dort nur eine Spur befahren werden.

In Richtung Frankfurt wurden zwischen dem Hattenbacher Dreieck und der Raststätte Berfa acht Kilometer Stau gemeldet. Viele Fahrzeuge waren laut Polizei mit schlechten oder falschen Reifen unterwegs und verloren auf der glatten Straße die Kontrolle. Erst nachdem Räumfahrzeuge im Einsatz waren, floss der Verkehr wieder.

30 Unfälle in Mittelhessen

Besonders im Norden und Osten des Landes gab es Beeinträchtigungen wegen Schneeglätte. Das Polizeipräsidium Nordhessen zählte im Bereich Kassel seit dem frühen Morgen etwa ein Dutzend Unfälle. Bei einem Unfall auf der Bundesstraße 7 bei Kaufungen sei eine Person leicht verletzt worden, berichtete eine Polizeisprecherin. Dort waren ein Pkw und ein Kleinlaster frontal zusammengestoßen. Die B7 wurde zwischen Hessisch Lichtenau und Helsa in beiden Richtungen gesperrt.

Auch in Mittelhessen startete der Dienstag mit Verkehrsbeeinträchtigungen wegen Schneefall und Straßenglätte. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden witterungsbedingt zunächst etwa 30 Unfälle - vor allem im Lahn-Dill-Kreis - gezählt. "Dabei wurden auch mehrere Menschen verletzt. Zumeist gab es aber Blechschäden", sagte er. Im Kreis Marburg-Biedenkopf hatten auf der B253 liegengebliebene Lastwagen den beginnenden Berufsverkehr behindert. Auf der A45 in Richtung Norden gab es bei Herborn streckenweise Stau und stockenden Verkehr wegen der Witterung.

"Klassisches April-Wetter"

Das Wetter in Hessen bleibt in den kommenden Tagen winterlich-ungemütlich. Auch am Dienstagnachmittag gibt es Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer. Oberhalb von 600 bis 700 Metern herrscht Dauerfrost, so dass sich einige Zentimeter Schnee ansammeln können. Die Höchstwerte liegen zwischen 1 und 7 Grad.

In der Nacht schauert es weiter, aber seltener. Zwischen Wolkenfeldern zeigen sich zeitweise die Sterne. Am Mittwochmorgen beginnt es ganz im Nordwesten wieder häufiger zu schneien. Die Temperaturen gehen auf 0 bis -4 Grad zurück. Es droht erneut Glätte durch Schnee oder überfrierende Nässe.

Auch tagsüber wird es am Mittwoch bewölkt, zum Teil gibt es kräftige Schnee- oder Graupelschauer, vereinzelt Gewitter. Außerdem wird es windig mit stürmischen Böen. Höchstwerte: 2 bis 7 Grad. "Das ist eben das klassische April-Wetter", sagte hr-Meteorologe Ingo Bertram.

Am Donnerstag gibt es dann nur noch einzelne Regen- oder Schneeregenschauer, im Bergland auch Schneeschauer. Im Süden zeigt sich am häufigsten die Sonne bei 3 bis 9 Grad. Am Freitag bleibt es bei einer Mischung aus Sonne und Wolken meist trocken. Die Temperatur steigt auf 9 bis 16 Grad.

Sendung: hr-iNFO, 06.04.2021, 7 Uhr