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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Keine Schmauchspuren, keine Projektilreste: LKW-Fahrer wohl bei Unfall verletzt

A7 Lkw beschossen Polizei

Im November wurde ein LKW-Fahrer auf der A7 schwer verletzt. Die Ermittler gingen zunächst von Schüssen aus. Die Fuldaer Staatsanwaltschaft kommt zu einem anderen Ergebnis.

Nach monatelangen Ermittlungen wegen vermeintlicher Schüsse auf einen Lastwagenfahrer auf der A7 ist die Staatsanwaltschaft Fulda zum Entschluss gekommen: Es sei "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" davon auszugehen, dass es sich bei dem Einschlag in die Windschutzscheibe des Lastwagens "um ein Unfallgeschehen gehandelt hat". Das teilte die Behörde am Dienstag mit.

Der Fahrer des Lastwagens war bei dem Vorfall im November vergangenen Jahres schwer verletzt worden. Zunächst war die Polizei davon ausgegangen, dass ein Unbekannter nahe Eichenzell (Fulda) von einer Brücke herab auf den über die Autobahn fahrenden Sattelschlepper geschossen habe.

Felgenschlossadapter soll Mann verletzt haben

Im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen seien auch mehrere Sachverständigengutachten eingeholt worden, erklärte die Staatsanwaltschaft. Anhand derer müsse davon ausgegangen werden, dass die Verletzungen des Lkw-Fahrers nicht durch eine vorsätzliche Handlung eines Dritten verursacht wurden.

Stattdessen soll ein sogenannter Felgenschlossadapter den Mann verletzt haben. Das Metallstück könne versehentlich am Reifen eines vorausfahrenden Autos vergessen worden sein oder auf der Fahrbahn gelegen haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Felgenschlosspadapter hochgeschleudert wurde und die Windschutzscheibe des Lkw durchschlagen hat. Ein solches Teil war im Führerhaus des Sattelschleppers gefunden worden.

Sendung: hr 1, 09.02.2021, 14.00 Uhr