Mund-Nasen-Maske mit gruseligem Motiv bedruckt.

Monsterzähne, Blut oder Knochen - manch eine Corona-Maske sieht aus wie der blanke Horror. Für manch zarte Kinderseele einfach zu schaurig. Deswegen bereitete ein Schulleiter in Fulda dem Spuk ein Ende.

Alltagsmasken zum Schutz vor dem Coronavirus sind auch in Hessens Schulen allgegenwärtig. Doch der Wunsch, bereits in der Grundschule eine möglichst außergewöhnliche oder gar aufsehenerregende Maske zu tragen, hat zum Beispiel an der Adolf-von-Dalberg-Schule in Fulda zum Einschreiten der Schulleitung geführt.

Rektor Klaus Niesel bat die Eltern, ihren Sprösslingen möglichst kindgerechte Mund-Nasen-Bedeckungen mitzugeben. Denn manche Kinder - vor allem aus höheren Jahrgängen - liefen mit derart gruseligen Masken übers Gelände, dass sich vor allem Schulanfänger erschreckten.

"Solche Masken möchte ich nicht sehen"

"Motive mit Monsterzähnen, Blut und Skelettteilen haben vor allem unsere Jüngsten ziemlich verängstigt", erklärte Niesel auf Anfrage. "Solche Masken möchte ich nicht sehen", schrieb Niesel in einer Messenger-Gruppe an die Klassenelternbeiräte der Klassen 2 bis 4 mit der Bitte um Weiterleitung an die Erziehungsberechtigten.

Mund-Nasen-Maske mit gruseligem Motiv

Etwa ein halbes Dutzend Fälle mit solchen bedruckten Stoffmasken hatte Niesel festgestellt. Nach der Bitte um Entschärfung der Motive sei das Problem aber schnell gelöst worden. "Die Eltern haben sehr verständnisvoll reagiert. Und auch dem einen oder anderen Schüler war durch seine Reaktion anzumerken, dass er sich angesprochen fühlte."

Landeselternbeirat kennt keine Beschwerden

Ähnliches wie in Fulda ist Stefan Stein noch nicht zu Ohren gekommen. Er ist im Landeselternbeirat zuständig für Grundschulen und sagte auf Anfrage: "Von Hinweisen oder Beschwerden zu verstörenden Aufdrucken auf Corona-Masken habe ich bislang noch nicht gehört."

Sendung: hr4, 27.08.2020, 12.30 Uhr