Fünf Fahrzeuge auf einem - aber nicht ordnungsgemäß gesichert.
Fünf Fahrzeuge auf einem - aber nicht ordnungsgemäß gesichert. Bild © Polizeidirektion Bad Arolsen

Es gibt so Tage, da läuft es einfach nicht. Dieser Donnerstag ist so einer, und zwar für Lkw-Fahrer in Hessen: Ein Lastwagen brannte aus, einer blieb stecken, einer verlor seinen Auflieger, einer kippte um.

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hs

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Die Fälle im Überblick:

Vollkommen verkeilt

Aber der Reihe nach: Los ging es bereits am späten Mittwochabend in Alsbach-Hähnlein (Darmstadt-Dieburg). Dort war der 45 Jahre alte Fahrer eines 18 Meter langen Lkw falsch abgebogen und stand hoffnungslos verkeilt in einer Straße fest, nachdem er schon einige Grundstücke beschädigt hatte.

Er musste über Nacht stehen bleiben, am Donnerstagmorgen beschlossen Bürgermeister und Ordnungsamt, den Zaun eines angrenzenden Spielplatzes abzubauen. So kam der Lastwagen wieder frei. Hier steht die ganze Geschichte.

Lkw fährt nach Dortmund, Auflieger bleibt auf der A45

Während der Lastwagen noch in Alsbach-Hähnlein die Straße blockierte, entdeckten Autofahrer gegen 3.30 Uhr auf der A45 bei Wetzlar (Lahn-Dill) in Richtung Dortmund einen Anhänger, der schräg auf der Autobahn stand und den rechten Fahrstreifen sowie die Standspur blockierte. Der 18-Tonner war mit einem Container beladen. Allein, von der Zugmaschine fehlte jede Spur.

Auflieger vor der Leitplanke.
Der Auflieger stand quer über zwei Fahrstreifen, doch die Zugmaschine fehlte. Bild © Polizeidirektion Lahn-Dill

Das lag daran, dass der 42 Jahre alte Fahrer der Zugmaschine nicht gemerkt hatte, dass sein Anhänger fehlte. Ein Abschleppunternehmer zog den Auflieger von der Autobahn, gegen 6.30 Uhr war die Spur wieder frei. Der Schaden beläuft sich auf rund 3.000 Euro, die Polizei ermittelt gegen den Fahrer wegen des Verdachts der Unfallflucht. Der war übrigens im Laufe des Morgens an seinem Ziel in Dortmund angekommen und hatte, so die Polizei, "den Verlust offensichtlich nicht bemerkt".

Lastwagen geht in Flammen auf

Wenig später, um kurz vor halb sechs, ging auf der A3 in Richtung Köln, kurz hinter Raunheim (Groß-Gerau) ein unbeladener Lkw in Flammen auf. Wie ein Polizeisprecher zu hessenschau.de sagte, entstand das Feuer vermutlich an der Bremse oder am Reifen, griff dann auf den Anhänger und schließlich die Zugmaschine über. Der Fahrer konnte das Führerhaus unverletzt verlassen.

Ausgebrannter Lkw auf der A3
Der Lkw auf der A3 brannte komplett aus. Bild © Michael Seeboth (hr)

Das Fahrzeug brannte komplett aus. Die Autobahn war eine Stunde lang voll gesperrt, es kam zu langen Staus. Auch Fahrstreifen und Lärmschutzwand wurden stark beschädigt, den Schaden schätzt die Polizei auf knapp 100.000 Euro. Die Bergungsarbeiten dauerten bis in den Nachmittag.

Getränkelaster kippt auf der B3 um

Ein Getränkelaster war gegen 7.20 Uhr auf der B3 bei Bad Vilbel in Richtung Karben (Wetterau) unterwegs, als dem Fahrer offenbar schlecht wurde. Er verlor die Kontrolle über sein mit vier Tonnen Bier, Limonade und Mineralwasser beladenes Fahrzeug, das umkippte und auf der Fahrbahn liegenblieb.

Der Fahrer wurde ärztlich versorgt. Die Bergung dauerte bis in die Mittagsstunden, die B3 wurde teilweise voll gesperrt.

Fünf Fahrzeuge auf einem Lkw

Und dann war da noch ein Fall, der sich zwar schon am vergangenen Dienstag zugetragen hatte, der aber ebenfalls in diese Sammlung passt: Wie am Donnerstag bekannt wurde, fiel einer Streife in Diemelstadt (Waldeck-Frankenberg) um 2 Uhr morgens ein kurioser Sattelzug auf, der ihnen scheinbar auf ihrer Spur entgegenkam, ohne Licht, aber mit Warndreieck.

Eine Zugmaschine ragt aus dem Heck eines Lkw-Aufliegers
Eine Zugmaschine ragt aus dem Heck eines Lkw-Aufliegers bei Diemelstadt. Bild © Polizeidirektion Bad Arolsen

Das Rätsel war schnell aufgeklärt: Auf dem Auflieger befand sich eine weitere Zugmaschine sowie ein weiterer Lastwagen, darauf wiederum ein Kleinlaster und zwei Pkw. Alle Fahrzeuge sollten nach Bulgarien. Doch sie waren mit deutlich zu schwachen Haltegurten gesichert, die in rostigen Ösen befestigt waren. Dazu kam, dass die Ladung viel zu hoch ragte. Spätestens an der nächsten Unterführung wäre für das ganze Gespann daher wohl ohnehin Schluss gewesen.

Fünf Fahrzeuge auf einem - aber nicht ordnungsgemäß gesichert.
Fünf Fahrzeuge auf einem - aber nicht ordnungsgemäß gesichert. Bild © Polizeidirektion Bad Arolsen

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau kompakt, 18.10.2018, 16.45 Uhr