Schwester Ewa am Bundesgerichtshof

Die Frankfurter Rapperin Schwesta Ewa ist mit ihrer Revision gescheitert. Der Bundesgerichtshof bestätigte das Urteil gegen die 34-Jährige. Sie soll unter anderem Mädchen zur Prostitution gezwungen und sie geschlagen haben.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Urteil rechtskräftig: Schwesta Ewa muss wohl ins Gefängnis

Schwesta Ewa
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Das Urteil gegen Schwesta Ewa ist rechtskräftig. Die Frankfurter Rapperin, die im Juni 2017 vom Frankfurter Landgericht zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden war, scheiterte mit ihrer Revision und muss womöglich wieder ins Gefängnis. Das entschied der Bundesgerichtshof in Karlsruhe am Donnerstag. Über die Vollstreckung der Haftstrafe muss jetzt die Staatsanwaltschaft Frankfurt entscheiden.

Auch Staatswaltschaft scheitert

Ewa Malanda, wie die 34-Jährige mit bürgerlichem Namen heißt, war wegen der Förderung sexueller Handlungen von Minderjährigen, gefährlicher Körperverletzung, Körperverletzung, Steuerhinterziehung und des Missbrauchs von Ausweispapieren verurteilt worden. Sie soll unter anderem Mädchen zur Prostitution gezwungen und sie geschlagen haben.

Sowohl sie als auch die Staatsanwaltschaft hatten gegen das Urteil Revision eingelegt. Die Staatsanwälte hatten insgesamt vier Jahre und drei Monate Haft gefordert und der ehemaligen Prostituierten auch Zuhälterei und Menschenhandel vorgeworfen.

Schwester Ewa seit kurzem Mutter

Schwesta Ewa, die ein sechs Wochen altes Baby hat und zuletzt auf freiem Fuß war, saß bislang schon knapp acht Monate in Untersuchungshaft. Auf einem Instagram-Video, das sie auf dem Weg nach Karslruhe aufnahm, hatte sie noch auf einen Freispruch gehofft. "Gebt mir eine Chance, ich baue nie wieder Scheiße", sagte sie. "Ich will nicht mit meinem Kind in den Knast."