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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Zwei Unfälle mit Streifenwagen nach missglückter Verkehrskontrolle

Polizeiauto stößt mit einem flüchtigen Auto in Bad Homburg zusammen

Ein 32-Jähriger flüchtete mit seinem Wagen vor der Polizei in Bad Homburg. Erst ein Unfall mit einem Streifenwagen stoppte ihn. Bei dem Einsatz verunglückte eine weitere Streife. Die Bilanz: Sechs Verletzte und ein hoher Sachschaden.

Gegen 3 Uhr in der Nacht zum Sonntag war einer Polizeistreife in Bad Homburg der Wagen eines 32-Jährigen aufgefallen. Als die Beamten den Fahrer kontrollieren wollten, trat dieser aufs Gaspedal und raste davon, wie ein Polizeisprecher am Sonntag berichtete.

Seine Flucht war kurzzeitig erfolgreich, doch die abgehängten Polizisten unterrichteten ihre Kollegen. Und so entdeckte kurz darauf eine andere Streife den flüchtigen Wagen und setzte ihm nach. Auch deren Aufforderung zum Anhalten beachtete der 32-Jährige nicht weiter. In einem Kreisel wendete er, übersah dabei jedoch das Polizeiauto, das ihm den Weg versperrte. Beide Wagen stießen zusammen.

Insgesamt sechs Leichtverletzte

Sowohl der flüchtende Fahrer als auch der 25-jährige Polizist des Streifenwagens und seine 20-jährige Beifahrerin wurden dabei leicht verletzt. Das ist aber noch nicht die ganze Bilanz dieses Polizeieisatzes infolge der verweigerten Kontrolle.

Ein weiterer Streifenwagen hatte sich nämlich auf den Weg gemacht, den Raser zu stellen - kam jedoch nicht weit. Trotz Sirene und Blaulichts stieß er mit dem Auto einer 78-Jährigen frontal zusammen. Warum, ist noch nicht geklärt. Womöglich lag es an der schmalen Straße, wo der Unfall passierte, wie die Polizei mitteilte. Die zwei Beamten und die 78 Jahre alte Fahrerin wurden ebenfalls leicht verletzt.

Einen Führerschein besaß er nicht

Der flüchtige Raser war nach ersten Erkenntnissen der Polizei betrunken. Womöglich hatte er Drogen konsumiert. Außerdem besaß er keinen Führerschein. Dafür wird er sich nun verantworten müssen, außerdem für fahrlässige Körperverletzung aufgrund seines Unfalls mit dem Polizeiauto.

An den Fahrzeugen entstand bei beiden Unfällen ein Gesamtschaden von schätzungsweise rund 60.000 Euro.

Sendung: hr3, 14 Uhr, 20.09.2020