Nach dem Attentat auf einen Eritreer hat es am Dienstag einen SEK-Einsatz in Erlensee gegeben. Die Generalstaatsanwaltschaft hält sich zu den Gründen bedeckt. Nach hr-Informationen suchten die Ermittler nach Waffen.

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Großeinsatz nach Geiselnahme in Viernheimer Kino (Archivfoto)
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Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt bestätigte am Donnerstag, dass es am Dienstag einen Einsatz eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) in Erlensee (Main-Kinzig) gab. "Es gab einen SEK-Einsatz im Zusammenhang mit den Schüssen auf den Eritreer", erklärte ein Sprecher. Dies sei eine reine Routinemaßnahme. Weitere Angaben machte er nicht. Über den Einsatz hatte zunächst der Hanauer Anzeiger berichtet.

Suche nach Waffen und Vernehmung

Nach hr-Informationen handelt es sich bei dem Einsatzort um die Wohnung des Bruders von Roland K. Die Beamten sollen nach Waffen gesucht haben, wurden jedoch nicht fündig. Der jüngere Bruder des mutmaßlichen Schützen von Wächtersbach soll ebenfalls eine rechtsextreme Gesinnung und einen Hang zu Waffen haben. Er soll gestern zur Vernehmung mitgenommen worden sein. Eine Festnahme gab es nach hr-Informationen nicht.

Sechs Schüsse auf Eritreer abgegeben

Roland K. hatte am Montag in Wächtersbach (Main-Kinzig) auf einen 26 Jahre alten Mann aus Eritrea geschossen und ihn mit einem Bauchschuss schwer verletzt. Wie mittlerweile bekannt wurde, hatte der 55 Jahre alte mutmaßliche Schütze sechsmal auf sein Opfer geschossen. Das hat die kriminaltechnische Untersuchung ergeben. Bislang waren die Ermittler von drei Schüssen ausgegangen.

Nach der Tat hatte sich Roland K. selbst erschossen. Die Ermittler gehen von einem rassistischen Motiv des Täters aus. Der Mann war als ausländerfeindlich bekannt und hatte in seiner Stammkneipe Mordfantasien verbreitet.

Sendung: hr-iNFO, 25.07.2019, 16.30 Uhr