SEK-Einsatz in Fulda

Die Polizei hat unter Mithilfe von SEK-Kräften verschiedene Häuser in Osthessen durchsucht. Hintergrund ist ein knapp ein Jahr zurückliegender schwerer Raub. Mehrere junge Männer sollen daran beteiligt gewesen sein.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found SEK-Einsatz und mehrere Durchsuchungen in Osthessen

Durchsuchungen in Fulda wegen schweren Raubes
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Bei einem großangelegten SEK-Einsatz hat die Polizei am Freitagmorgen Häuser und Objekte in Osthessen durchsucht. Die Beamten waren am frühen Morgen an mehreren Orten in Fulda zugange, zudem in Hünfeld (Fulda), Wartenberg-Angersbach (Vogelsberg) und an einem nicht benannten Ort in NRW, wie die Staatsanwaltschaft Fulda hessenschau.de sagte.

Das Verfahren werde in Fulda wegen des Verdachts des schweren Raubes geführt. Die Tatzeit liege im März 2020, sagte die Behörden-Sprecherin. Bei den Verdächtigen handele es sich um mehrere Jugendliche und Heranwachsende. Mehrere Personen wurden vorläufig festgenommen. Für polizeiliche Maßnahmen wurden sie mit aufs Revier genommen und danach wieder entlassen, wie ein Polizeisprecher berichtete.

SEK rammt Tür auf

Der koordinierte Einsatz diente dazu, um Beweise zu sichern, wie der Polizeisprecher erklärte. "Das SEK war beteiligt, weil man nicht ausschließen konnte, dass eine Gefahr für die Einsatzkräfte bestehen könnte", so der Sprecher.

Ein Spezialeinsatzkommando aus Kassel sei deshalb am frühen Morgen angerückt und habe mit einer Ramme unter anderem die Tür eines Wohnhauses in Fulda-Neuenberg geöffnet, berichtete Osthessen News. Es habe einen lauten Knall gegeben, sagte eine Anwohnerin dem hr. Die Polizei erklärte, dass bei solchen Einsätzen auch Pyrotechnik zum Einsatz kommen kann.

Bei den Durchsuchungen wurden neben dem Wohnhaus in Neuenberg auch das Grundstück und ein geparkter Wohnwagen untersucht. Der Polizeieinsatz dauerte an den verschiedenen Orten mehrere Stunden. Durchsuchungen fanden dem Medienbericht zufolge auch im Fuldaer Stadtteil Galerie statt. Zu sichergestellten Beweisen machten Polizei und Staatsanwaltschaft zunächst keine Angaben.

Sendung: hr4, 05.02.2021, 14.30 Uhr