Spezialeinsatzkräfte der Polizei

Zwei Wochen nach einem Ausbruch aus der Psychiatrie ist ein suchtkranker Straftäter geschnappt worden. Auf seiner Flucht war er mit seinem Auto auf Polizisten zugerast. Nach einem Komplizen wird weiter gefahndet.

Nachdem aus der forensischen Psychiatrie in Bad Emstal-Merxhausen (Kassel) vor knapp zwei Wochen zwei Männer ausgebrochen waren, konnte die Polizei einen der beiden suchtkranken Straftäter mittlerweile schnappen. Am Freitagabend habe ein Spezialeinsatzkommando den 24-Jährigen in einer Wohnung in Maintal (Main-Kinzig) festgenommen, bestätigte die Polizei am Montag einen entsprechenden Bericht der HNA.

Mit Auto auf Polizisten zugerast

Bei einem früheren Festnahmeversuch in Hanau war es den Angaben zufolge zu einem Zwischenfall gekommen. Am vergangenen Mittwoch fuhr der 24-Jährige demnach mit seinem Wagen auf zwei Zivilfahnder zu und konnte erneut fliehen. Wie genau die Flucht mit dem Auto ablief, dazu machte die Polizei keine Angaben.

Der Mann, wegen Drogenhandels sowie wegen Körperverletzung zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt wurde, befindet sich jetzt in Untersuchungshaft. Gegen ihn wurde laut Staatsanwaltschaft Hanau Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Totschlags in zwei Fällen erlassen.

Großaufgebot fahndete nach den Ausbrechern

Sein 27 Jahre alter Mit-Ausbrecher ist immer noch auf freiem Fuß, nach ihm wird mit einem Foto gefahndet. Er wurde wegen Drogenhandels und verbotenen Waffenbesitzes zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Beide Männer waren Anfang dieses Jahres in der Entzugsanstalt untergebracht worden.

Die Polizei suchte direkt nach dem Ausbruch mit einem Großaufgebot nach den beiden Straftätern und setzte dabei auch einen Hubschrauber ein. Wie die 24 und 27 Jahre alten Männer entkamen, ist noch unklar. Die Beamten hatten direkt nach der Flucht noch davon gesprochen, dass von den beiden "keine akute Gefahr für andere" ausgehe.

Sendung: hr4, 10.05.2021, 12.30 Uhr