Im Mordprozess gegen eine mutmaßliche Sekten-Chefin in Hanau hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Freiheitsstrafe gefordert.

Die 73-Jährige sei schuld am Tod eines vierjährigen Jungen im August 1988, sagte Oberstaatsanwalt Mies am Mittwoch. Er wertete die Tat als Mord durch Unterlassen. Motiv sei ein niedriger Beweggrund aus Machtbesessenheit gewesen.

Der Junge war in einem verschnürten Leinensack ohnmächtig geworden und an Erbrochenem erstickt. Der Fall wurde 2015 neu aufgerollt.