Ehrenamtlich kämpft er gegen Flammen, in seiner Freizeit soll er selbst gezündelt haben: Die Polizei in Osthessen hat einen 22-jährigen Feuerwehrmann geschnappt, der mehrfach selbst Feuer gelegt haben soll.

Er war immer als erster am Brandort: Wenn Unterholz, Baumstümpfe und trockenes Gras brannte, war der 22-jährige Feuerwehrmann immer schnell vor Ort. In einem Fall standen 200 Quadratmeter Wald und Wiese in Flammen. Doch der Feuerwehrmann war offenbar selbst der Brandstifter.

Denn die Polizei Bad Hersfeld hat den jungen Mann jetzt auf frischer Tat erwischt, wie er einen Laubhaufen anzündete. Das teilte ein Polizeisprecher am Donnerstag in Fulda mit.

Feuerwehrjacke mit Aufschrift
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Dem 22-jährigen Verdächtigen wird vorgeworfen, im Juli mehrfach im Wald nahe des Heringer Ortsteils Kleinensee (Hersfeld-Rotenburg) Feuer gelegt zu haben.

Feuerwehr schockiert

Der Verdächtige soll ebenfalls im Juli nahe Gotha in Thüringen eine Produktionshalle in Brand gesteckt zu haben. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von 100.000 Euro. Die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Heringen zeigten sich schockiert und teilten mit, sie hätten den mutmaßlichen Täter aus ihren Reihen ausgeschlossen.

Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Version des Artikels wurde der Eindruck erweckt, es handele sich bei dem verdächtigen Feuerwehrmann um den Angehörigen einer Berufsfeuerwehr. Das ist nicht der Fall. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.