Ein dichte Wolkendecke über den Weinbergen bei Eltville kündigt einen sommerlichen Regenschauer an.

Das durchwachsene Sommerwetter hat sich in Hessen festgesetzt. Ein stabiles Hoch ist vorerst nicht in Sicht. Doch es besteht Hoffnung.

Mäßig warm, bewölkt, stellenweise heftige Unwetter: Dieses Bild gibt der Sommer 2021 in Hessen bislang ab. "Die durchwachsene Großwetterlage lässt immer wieder Tiefs zu", erklärt hr-Meteorologe Tim Staeger. Die Wettermodelle zeigen ihm zufolge mittelfristig auch keine Umstellung. Langanhaltende Trockenheit sei nicht in Sicht. "Der 'Schaukel-Sommer' geht weiter."

Durchwachsen typischer als heiß

Mit den Siebenschläfer-Tagen Ende Juni, Anfang Juli "groovt sich der Sommer ein", wie Staeger sagt. In zwei von drei Jahren passe die Regel, dass das Wetter in den Wochen danach so bleibt. Dieses Jahr scheint es zu stimmen. Staeger betont, es handle sich um eine Trendaussage und keine Vorhersage. So weit in die Zukunft reiche diese nicht.

"Viele wünschen sich Freibadwetter", sagt Staeger. "Aber für die Natur ist es besser so." Das wechselhafte Hin und Her dieser Tage sei ohnehin eher typisch für den hiesigen Sommer als lange Hitzeperioden.

Kräftige Schauer vorhergesagt

"Durchweg sonnige Tage sind zwar weiter eingeflochten", aber dauerthaft ruhiges und trockenes Wetter deute sich derzeit nicht an. Schon am Donnerstag kann es im Tagesverlauf wieder unwetterartigen Starkregen geben. Auch am Freitag wird es unbeständig mit einem Wechsel aus Sonne und Wolken sowie kräftigen Schauern oder Gewittern.

Der Samstag zeigt sich erst zum Teil freundlich und meist trocken. Im Tagesverlauf ziehen von Westen Schauer und Gewitter auf. Am Sonntag wird es im Norden eher noch wechselhaft, im Süden ist es eher freundlich und trocken.

Durchweg unter 30 Grad

"Im Winter gibt es Landregen. Platzregen ist dagegen charakteristisch für Sommerniederschläge", erklärt Staeger. In den vergangenen Jahren sei heftiger Regen häufiger geworden, durch immer wärmere und feuchtere Luft. Mit wenig Wind gebe es wenig Bewegung und dadurch punktuell viel Niederschlag.

Die Temperaturen bleiben in den kommenden Tagen durchweg unter 30 Grad, Höchstwerte zwischen 25 und 27 Grad. Der Juni sei sehr mit einer zwischenzeitlichen Hitzewelle warm gewesen. "Der Juli war bislang normal", sagt Staeger.

Hundstage mit Hitze?

Abgeschrieben hat der Meteorologe den Sommer 2021 aber noch lange nicht: "Es gab schon Sommer, die durchwachsen angefangen haben und nach hinten raus richtig fett waren", betont Steager. Der Hochsommer dauere schließlich bis Ende August. Gerade die sogenannten Hundstage von etwa Ende Juli bis Mitte August könnten Staeger zufolge doch noch richtig sommerlich werden.

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