Junge Frau sitzt auf Feld und spielt Gitarre

Ein bisschen Frühling, ein bisschen Sonne, für diese Erde, auf der wir wohnen: Hoch Nicole lässt uns in den kommenden Tagen zu Frühsommer-Wetter schmachten. Zum Oster-Schlager reicht es aber nicht.

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hs
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2021 bleibt auch aus meteorologischer Sicht ein Jahr der Extreme: Während Mitte Februar mit -25,6 Grad die tiefste Temperatur seit 34 Jahren in Hessen gemessen wurde, folgte zwei Wochen später mit +20,8 Grad der landesweit höchste jemals registrierte Februar-Wert. Und auch der März könnte nach recht kühlem Beginn zum Ende noch in die Geschichtsbücher eingehen. Der Allzeit-Monatsrekord von 25,6 Grad, der vom 28. März 1989 datiert, steht in dieser Woche womöglich vor der Ablösung. "Wir kommen zumindest in die Regionen dieses Rekords", sagt hr-Wetterexperte Tim Staeger voraus.

Kalte Nächte, warme Tage

Möglich macht das warme März-Finale Hoch Nicole, das sich direkt aus Südwesteuropa den Weg nach Hessen bahnt. Schon am Montag dürfte die 20-Grad-Marke im Rhein-Main-Gebiet und an der Bergstraße locker übertroffen werden, wie Staeger erklärt. Am Dienstag seien dann 24 Grad und am schönsten Tag der Woche - dem Mittwoch - sogar 25 Grad und mehr drin. Ab diesem Wert sprechen Meteorologen von einem Sommertag.

"Es ist ein richtiger Schub", beschreibt Staeger den plötzlichen Temperaturanstieg. Vor allem der Süden Hessens wird mit frühsommerlichen Temperaturen und einem nahezu wolkenlosen Himmel verwöhnt. Doch auch im Norden werden nach landesweit kalten Nächten, in denen die Werte in sogenannten Kältelöchern wie dem nordhessischen Sontra (Werra-Meißner) oder Gersfeld in der Rhön sogar unter den Gefrierpunkt sinken können, tagsüber die 20 Grad überschritten. Die wärmste Zeit liege dann zwischen 15 und 16 Uhr, so hr-Meteorologe Staeger.

Umschwung zu Ostern

"Wer kann, sollte das auf jeden Fall ausnutzen", rät der Experte zu möglichst viel Aufenthalt unter freiem Himmel. Denn Frühlingsschlager Nicole gibt nur ein recht kurzes Gastspiel. Schon am Donnerstag gibt es bei weiterhin milden Temperaturen die ersten dickeren Wolken, und Richtung Ostern deutet sich dann ein Umschwung an. "Es wird wohl spürbar kühler und etwas wechselhafter", warnt Staeger, "ob es richtig fies kalt wird, ist noch nicht ganz absehbar."

Klar ist: Nordströmung bringt deutlich kältere Luftmassen nach Hessen. Für Ostersonntag und Ostermontag prophezeit Staeger nur noch Temperaturen um die 10 Grad - im Norden sogar noch darunter. Fast schon wieder ein bisschen Winter.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau kompakt, 30.03.2021, 19.30 Uhr