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Mittagessen an vielen Wiesbadener Schulen fällt aus

An einigen Schulen in Wiesbaden fällt derzeit das Mittagessen aus: Ihr Caterer ist geschlossen worden. Ob mangelnde Hygiene der Grund war, ließ die Stadt offen. Der Caterer selbst sieht die Schuld nicht allein bei sich.

An sechs Wiesbadener Schulen bleibt die Kantinen-Küche vorerst kalt. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, veranlasste das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz am Dienstag die Schließung des Caterers. Das Amt ist unter anderem zuständig für Lebensmittelkontrollen.

Welche Gründe für die Schließung vorlagen und um welchen Caterer es sich handelt, wollte die Stadt am Freitag zunächst nicht mitteilen. Ein Caterer, der zwei der betroffenen Schulen beliefert, wurde jedoch in den vergangenen Monaten gleich zweimal im "Verbraucher-Fenster" des Landes Hessen erwähnt. Beim Betrieb TS Catering Said Tariq wurden demnach unter anderem "nicht unerhebliche hygienische Mängel" bei Hackfleisch, Reis, Nudeln und Salat beanstandet.

Defekter Kühlschrank bei Kontrolle

Auf Nachfrage des hr bestätigte Tariq Said am Freitag, dass es sich bei dem amtlich geschlossenen Catering-Unternehmen um seinen Betrieb handelt. Ausgerechnet am Tag einer Kontrolle sei ein Kühlschrank ausgefallen.

Er habe angenommen, dass er danach vorübergehend das Essen eines externen Caterers ausgeben dürfe. Das Veterinäramt habe dann trotzdem seinen Betrieb geschlossen. Nun habe er seine 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlassen müssen.

Caterer belieferte zehn Wiesbadener Schulen

Von der Schließung betroffen sind insgesamt zehn Schulen - in unterschiedlichem Ausmaß. Kein Mittagessen gibt es derzeit in der Gerhart-Hauptmann-Schule, der Theodor-Fliedner-Schule, der IGS Rheingauviertel, der Sophie- und Hans-Scholl-Schule, der Elly-Heuss-Schule und dem Gymnasium am Mosbacher Berg. Bei den beiden letztgenannten Schulen soll ab kommendem Montag wieder ein Kantinenbetrieb möglich sein, wie die Stadt mitteilte.

Für vier weitere Schulen konnten demnach Übergangscaterer gefunden werden, die dort das Mittagessen zubereiten: für die Friedrich-von-Schiller-Schule, die Geschwister-Scholl-Schule, die Goetheschule und die Robert-Schumann-Schule.

Bildungsdezernent: "Unbefriedigende Situation"

Sozial- und Bildungsdezernent Christoph Manjura (SPD) bat die betroffenen Kinder und deren Eltern "um Verständnis für die unbefriedigende Situation". Für die Schulen, die derzeit ohne Mittagessenlieferant dastehen, arbeite die zuständige Abteilung im Amt für Soziale Arbeit bereits an Alternativen, versicherte er.

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