Der ausgebrannte Hubschrauber der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS)
Der ausgebrannte Hubschrauber der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) Bild © picture-alliance/dpa

Entlang des Rheins droht eine Stechmückenplage: Die Larven müssten jetzt aus der Luft bekämpft werden, aber keiner der drei Helikopter ist momentan einsatzfähig.

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Viel Regen und der gestiegene Pegel des Rheins könnten in den kommenden Wochen entlang des Flusses zu einer Stechmückenplage führen. Das wäre der richtige Zeitpunkt für professionelle Stechmückenbekämpfer. Nur: Die Hubschrauber der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) sind nicht einsatzfähig. Einer brannte aus, einer ging kaputt, der dritte wird gerade umgebaut.

Maximal 50 Prozent der Mückenpopulation in den Rheinauen könnten nun noch abgetötet werden, sagte Kabs-Sprecher Norbert Becker. Rund 80 Prozent der Gebiete mit den Stechmücken-Brutstätten seien nur aus der Luft zugänglich. In Hessen ist besonders die Region bei Lampertheim (Bergstraße) und Stockstadt (Groß-Gerau) betroffen.

Zwei Hubschrauber kaputt, einer wird umgebaut

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Wann wird es zur Mückenplage kommen?

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Eigentlich seien er und seine Mitarbeiter gut im Plan gewesen bei der Bekämpfung. "Jetzt sind wir am Boden zerstört." In nur 24 Stunden gingen gleich zwei Hubschrauber kaputt: Die Kabs war wie geplant am Samstag in Südbaden zu Fuß und per Helikopter ausgerückt, um den biologischen Wirkstoff BTI auf den Brutstätten auszubringen. Auf dem Rückflug ging dann der erste Hubschrauber kaputt.

Der als Ersatz angeforderte zweite Hubschrauber fing am Sonntag auf der Insel Elisabethenwörth wegen eines Kabelbrandes Feuer und brannte aus. Ein dritter Hubschrauber werde umgebaut, sagte Becker dem hr am Montag. Frühestens in zwei Wochen seien wieder Einsätze aus der Luft möglich.

Höhepunkt der Plage in vier Woche

Für die aktuelle Welle an Mückenlarven sei das zu spät. Bis wieder ein Hubschrauber abheben kann, könne nur zu Fuß bekämpft werden. Das Einsatzgebiet der Kabs reicht vom Kaiserstuhl in Baden-Württemberg bis nach Hessen im Norden und das rheinland-pfälzische Bingen im Westen. Die nach starken Regenfällen überfluteten Rheinauen bieten derzeit ideale Bedingungen für das massenhafte Schlüpfen von Mückenlarven.

Vor allem entlang des Rheins ab Landkreis Rastatt Richtung Philippsburg (Kreis Karlsruhe) sowie auf rheinland-pfälzischer Seite um Wörth und Germersheim sei mit starker Belästigung durch Mücken zu rechnen. Die leben nach dem Schlüpfen etwa sechs Wochen - der Höhepunkt der Mückenbelästigung werde in etwa vier Wochen sein, sagte Becker.