Polizist der Einsatzhundertschaft in voller Montur
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Eine Demonstration in Kassel ist am Freitagabend vorzeitig beendet worden, nachdem Pyrotechnik abgebrannt und Bilder von PKK-Führer Öcalan gezeigt wurden. Laut Polizei kam es auch zu Stein- und Flaschenwürfen gegen Beamte.

Eine Demonstration gegen Rechtsextremismus in Kassel ist am Freitagabend vorzeitig beendet worden. Zwei Männer wurden von der Polizei in Gewahrsam genommen, eine Person wurde durch Pfefferspray verletzt. Ermittelt werde auch wegen Stein- und Flaschenwürfen gegen Beamte, teilte die Polizei mit. Zudem seien Bilder des Führers der kurdischen Arbeiterpartei PKK, Abdullah Öcalan, gezeigt worden. Das Zeigen von Öcalan-Bildern ist in Deutschland verboten.

Pyrotechnik und PKK-Parolen

Rund 180 Demonstrationsteilnehmer waren unter dem Motto "Rechtsruck aufhalten - Repression zerschlagen" auf die Straße gegangen. Laut Polizei wurde im Laufe der Demonstration mehrfach gegen Auflagen verstoßen. Unter anderem seien Pyrotechnik gezündet und verbotene PKK-Parolen gerufen worden.

Der Versammlungsleiter löste die Demonstration um kurz nach 18 Uhr vorzeitig auf, nachdem Demonstranten laut Polizei versucht hatten, eine Absperrung zu durchbrechen. Danach seien rund 30 Menschen auf der Wilhelmsstraße geblieben. Aus der Gruppe hätten dann Einzelne Steine und Flaschen auf Polizisten geworfen. Verletzt wurde niemand.

Bündnis gegen "globalen Rechtsruck"

Zwei Männer wurden wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und Widerstands gegen Beamte in Gewahrsam genommen. Laut Feuerwehr musste eine Person nach dem Einsatz von Pfefferspray im Rettungswagen versorgt werden.

Ein Bündnis aus verschiedenen linken Organsationen in Kassel hatten zu der Demonstration aufgerufen. Die Demonstration richte sich gegen einen "globalen Rechtsruck" - in Deutschland, aber auch in der Türkei und Brasilien.

Sendung: hr-iNFO, 09.11.2018, 22.00 Uhr