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Ausbau der S6: Wieder Streckensperrungen im Sommer

Bahnreisende im Norden Frankfurts werden im Sommer vermutlich mehr Geduld brauchen. Wegen des Ausbaus der S6 kommt es zu Sperrungen der Strecke. Auch Autofahrer sind betroffen.

Wegen des S-Bahn-Ausbaus zwischen Frankfurt und Bad Vilbel wird im Sommer erneut die Strecke der S6 gesperrt. Zwischen 9. Juli und 5. September müssen Fahrgäste der S-Bahn auf einen Schienenersatzverkehr mit Bussen umsteigen, wie die Deutsche Bahn am Dienstag in Frankfurt mitteilte.

Regional- und Fernverkehr würden umgeleitet. Schon zuvor, ab dem 13. Juni, können Züge den Streckenabschnitt nur eingleisig passieren. "Die S-Bahn fährt dann weiterhin. Es wird aber Abweichungen vom gewohnten Fahrplan geben", erklärte die Bahn.

Auch Autofahrer sind betroffen: Drei Bahnübergänge werden nun endgültig gesperrt. Am 18. März 2022 zunächst die beiden in der Berkersheimer Bahnstraße in Berkersheim und am Berkersheimer Weg am Frankfurter Berg; im Juli folgt in Eschersheim der Bahnübergang am Lachweg. In insgesamt drei digitalen Veranstaltungen können sich Anwohner diese und kommende Woche informieren.

Geplanter S6-Ausbau zwischen Frankfurt West und Bad Vilbel

Ende 2023 soll alles fertig sein

Der Schwerpunkt der Arbeiten liege in diesem Jahr zwischen Frankfurter Berg und Bad Vilbel, im Sommer sollen der Bahndamm ausgebaut und neue Gleise montiert werden, teilte die Bahn mit. Auch Oberleitungsarbeiten und der Bau von Schallschutzwänden stehen an. Ende 2023 soll die S6 dann auf insgesamt 13 Kilometern zwei eigene Gleise nutzen können, bislang teilt sich die Linie die Strecke mit dem übrigen Bahnverkehr. Anschließend soll in Richtung Friedberg weitergebaut werden.

Geplant war ursprünglich beim Baubeginn 2018, dass die Strecke bereits Ende diesen Jahres fertig sein würde. Neben pünktlicheren S-Bahnen soll es mehr Regionalzüge auf der Strecke geben, zum Beispiel beim Mittelhessen-Express. Bahnen, die heute in Friedberg enden, könnten dann direkt weiter bis nach Frankfurt fahren. Vom Ausbau sollen Fahrgäste aus dem Niddatal, der Wetterau und Mittelhessen profitieren.  

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