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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Streit um Einkaufswagen eskaliert - Prozess wegen versuchten Totschlags

Prall gefüllter Einkaufswagen

Nach einem Streit um einen Einkaufswagen soll ein Mann seinen Kontrahenten mit dem Auto angefahren haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Totschlag vor. Der Angeklagte stellte die Tat vor Gericht gänzlich anders dar.

Im Prozess um den Streit um einen Einkaufswagen hat der 30 Jahre alte Angeklagte vor dem Landgericht Hanau zum Auftakt bestritten, dass er seinen Kontrahenten töten wollte. Dieser sei ihm "vor das Auto gesprungen". Er habe ihn nicht verletzen wollen, sagte der Angeklagte am Dienstag.

Laut Staatsanwaltschaft soll er Anfang Februar 2020 nach einem Streit einen 42-Jährigen in Schöneck (Main-Kinzig) absichtlich angefahren haben. Deshalb muss er sich wegen versuchten Totschlags verantworten.

Mit dem Auto verfolgt

Ausgangspunkt der Tat soll ein Streit um einen Einkaufswagen bei einem Discounter gewesen sein. Laut Staatsanwaltschaft soll es in dem Supermarkt zunächst zu einer Verwechslung des Einkaufswagens gekommen sein, in dessen Verlauf der 30-Jährige eine "witzige Bemerkung" gegenüber einem 42-Jährigen gemacht habe.

Anschließend sei es auf dem Parkplatz des Discounters zu einem lauten Streit mit körperlichen Drohgebärden gekommen, ehe beide Streithähne sich zunächst beruhigt hätten. Der Jüngere habe schließlich seinen Kontrahenten kurz mit dem Auto verfolgt, dann aber zunächst abgedreht.

Gehirnerschütterung und Knochenbrüche

Rund eineinhalb Stunden später sei es dann in einem Wohnviertel zu einer erneuten Konfrontation gekommen, als der 42-Jährige seinen mutmaßlichen Verfolger zur Rede stellen wollte. Dabei habe der Angeklagte Vollgas gegeben und den 42-Jährigen angefahren. Das Opfer rutschte laut Anklage über das Dach und schlug auf dem Bürgersteig auf. Dort soll der 30-Jährige ihm demnach ins Gesicht getreten haben.

Das Opfer erlitt mehrere Knochenbrüche, Riss- und Schürfwunden. Der Angeklagte habe "den Tod des Opfers zumindest billigend in Kauf genommen", so die Staatsanwaltschaft. Der Prozess soll am 15. April fortgesetzt werden.

Sendung: YOU FM, 30.03.2021, 8.30 Uhr