Riesenrad auf dem Hessentag in Bad Hersfeld
Nach den Wetter-Kalamitäten am Freitag musste das Riesenrad auf dem Hessentag auch am Samstag vorübergehend stillstehen. Bild © Jan Vogel/hr

Erst die Black Eyed Peas, dann das Riesenrad: Stürmische Böen haben Besucher des ersten Hessentags-Wochenendes um zwei Höhepunkte des Landesfests gebracht. Inzwischen läuft das Riesenrad wieder - und das Wetter verspricht zumindest kurzzeitig Entspannung.

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Der Hessentag in Bad Hersfeld ist nach den Wetterkapriolen am Eröffnungstag von Sturmwarnungen betroffen. Das Riesenrad musste zur Sicherheit der Besucher seinen Betrieb am Samstag für rund zwei Stunden einstellen. Erst am frühen Nachmittag drehte es sich wieder.

Zudem musste ein militärischer Appell der Bundeswehr wegen des starken Windes vom Ausstellungsgelände der Bundeswehr ins Museum "Wortreich" verlegt werden, wie eine Hessentags-Sprecherin sagte. Die Veranstaltungen in den geschlossenen Zelten waren am Samstag nicht betroffen.

Am Freitagabend war mit dem Konzert der Black Eyed Peas einer der Höhepunkte des Landesfests dem Sturm zum Opfer gefallen. Die Veranstaltung wurde abgebrochen, während eine Vorgruppe der US-Amerikaner bereits auf der Bühne stand. Auf dem restlichen Veranstaltungsgelände sei der Hessentag jedoch nur für rund zwei Stunden unterbrochen worden, betonte Stadtsprecher Meik Ebert. Für die Fans der Hip-Hop-Band vermutlich nur ein kleiner Trost: Das Geld für die Konzertkarten wird zurückerstattet. Diese werden gebeten, sich an das Hessentagsbüro oder ihre Vorverkaufsstelle zu wenden.

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Stromausfall rund um Bad Hersfeld

Am Samstag zeigte sich das Wetter erneut launig. In mehreren Dörfern und Gemeinden der Region Bad Hersfeld fiel für knapp vier Stunden der Strom aus. Betroffen waren rund 6.100 Einwohner. Ein Baum war auf eine Freileitung gestürzt.

Für Samstag erwartete das Landesfest trotz der kleineren Wetterkapriolen zahlreiche Besucher. Zum Auftakt am Freitag waren etwa 37.000 Menschen gekommen. "Das ist für uns eine gute Größenordnung", sagte Ebert. Bis zum 16. Juni werden rund 700.000 Besucher erwartet. Knapp 1.500 Veranstaltungen stehen auf dem Programm.

Entspannung am Pfingstsonntag

Eine Gewitterfront war am Freitagabend kurz, aber heftig über Hessen hinweg gezogen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab zwischenzeitlich für mehrere Regionen Unwetterwarnungen aus. Bäume fielen auf Straßen, örtlich gab es Stromausfälle, und am Frankfurter Flughafen gab es Verzögerungen im Ablauf, sodass für 35 Maschinen das Nachtflugverbot ab 23 Uhr ausgesetzt wurde. Hinzu kamen 29 verspätete Landungen, wobei die letzte Maschine um 23.58 Uhr in Frankfurt ankam. In Melsungen (Schwalm-Eder) musste ein Jugendzeltlager der Feuerwehr evakuiert werden. Rund 500 Kinder und Jugendliche wurden vorsorglich in eine Turnhalle gebracht.

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Nach einem oftmals stürmischen und bewölkten Samstag können sich die Hessen jedoch auf einen freundlichen Pfingstsonntag freuen. Bei Temperaturen zwischen 22 und 26 Grad wehe dann ein nur schwacher Wind, teilte der DWD in Offenbach mit.

Montag und Dienstag wird es ungemütlich

Am Sonntagabend können dann allerdings örtlich schon einige Schauer ins Land hereinziehen, die für den Pfingstmontag wenig Gutes verheißen. Dann nämlich ist es im ganzen Land stark bewölkt und ab der Mittagszeit überall regnerisch. Auch Gewitter können dabei sein. Die Werte liegen bei 22 bis 25 Grad.

Am Dienstag, dem Frankfurter Wäldchestag, ändert sich weder an den Temperaturen noch am Regen viel. Die Höchstwerte liegen wieder bei um die 25 Grad, dazu ist es stark bewölkt. Es kann immer wieder schauern und gewittern. Stabiles Sommerwetter sei vorerst nicht in Sicht, teilte der DWD weiter mit.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 8.6.2019, 19.30 Uhr