Unfallstelle an der A3 - ein Lastwagen ist am Stauende auf einen anderen Laster aufgefahren.

Auf der A3 bei Seligenstadt in Richtung Frankfurt ist es zu einem folgenschweren Lkw-Unfall gekommen. Bilanz: eine schwer verletzte Lkw-Fahrerin und eine stundenlange Vollsperrung mit Rückstau bis Aschaffenburg.

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hsk
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Die A3 in Richtung Frankfurt war am Donnerstag nach einem schweren Lkw-Unfall bei Seligenstadt (Offenbach) rund fünfeinhalb Stunden voll gesperrt. Gegen 14.30 Uhr wurde die Vollsperrung aufgehoben. Aufgrund eines Folgeunfalls im Rückstau war die Autobahn zwischenzeitlich sogar bis Aschaffenburg gesperrt.

Lkw kracht in Lkw - Führerhaus abgerisssen

Der erste Unfall zwischen zwei Lastwagen hatte sich um kurz vor 9 Uhr zwischen dem Seligenstädter Dreieck und der Anschlussstelle Seligenstadt ereignet. Eine 45 Jahre alte Lkw-Fahrerin prallte ersten Ermittlungen der Polizei zufolge mit hoher Geschwindigkeit auf den vorausfahrenden Lastwagen, der wohl wegen eines Rückstaus anhalten musste.

Der Aufprall war so heftig, dass von dem hinteren Fahrzeug das Führerhaus komplett abgerissen und auf die linke Spur geschleudert wurde. Zudem schob sich die Sattelzugmaschine unter den Auflieger des vorderen Brummis und hob diesen an.

Die Lkw-Fahrerin kam mit schweren Kopf- und Armverletzungen in ein Krankenhaus. In einer ersten Meldung hatte die Polizei von einem männlichen Fahrer im auffahrenden Sattelzug gesprochen, später korrigierte sie dies. Der Fahrer des vorausfahrenden Lkw wurde leicht verletzt. Die Höhe des Schadens schätzt die Polizei auf rund 150.000 Euro. Die Untersuchungen zur Unfallursache dauerten am späten Nachmittag noch an.

Die Polizei lobte die Ersthelfer, die sich um die schwer verletzte Lkw-Fahrerin kümmerten, "während sich einmal mehr zahlreiche Gaffer und Schaulustige auf einem Feldweg entlang der Autobahn einfanden, um die Rettungsarbeiten aus nächster Nähe verfolgen zu können".

Weiterer Unfall im Rückstau

Für die Bergung der beiden Lastwagen wurde die Autobahn für rund fünfeinhalb Stunden voll gesperrt. Der Verkehr aus Richtung Aschaffenburg wurde umgeleitet. Dennoch kam es zu einem kilometerlangen Rückstau, der zeitweise bis nach Bayern reichte.

Um die Situation zu entspannen, wurden die weiteren Lkw im Rückstau an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Die Autofahrer im Stau wurden unter Aufsicht der Polizei entgegengesetzt zur Fahrtrichtung bis zur nächsten Anschlussstelle zurückgeleitet.

Im Rückstau ereignete sich dann am Mittag bei Aschaffenburg-Ost ein Unfall mit einem Lkw und einem Auto. So war die A3 in Richtung Frankfurt zwischenzeitlich auf der ganzen Länge von Seligenstadt bis Aschaffenburg-Ost gesperrt.

Unfallserie auf A3

Erst am Mittwoch war es auf der A3 zu zwei schweren Unfällen gekommen. Erst fuhr bei Bad Camberg (Limburg-Weilburg) ein 31 Jahre alter Autofahrer auf einen mit fünf Insassen besetzten Kleintransporter auf. Dabei überschlug sich der Kleinbus, zwei Menschen wurden aus dem Fahrzeug geschleudert. Eine 23-Jährige wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Eine weitere Person erlitt schwerste Verletzungen. Durch die nötige Vollsperrung bildete sich ein über 20 Kilometer langer Stau.

Nachdem die Sperrung aufgehoben worden war, krachte es am Stauende erneut, als zwei Lastwagen in Höhe der Raststätte Medenbach zusammenstießen. Der mutmaßliche Unfallverursacher wurde dabei in seiner Kabine eingeklemmt. Er musste von der Feuerwehr mit einer Hydraulikschere freigeschnitten werden und kam schwer verletzt mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik. Wieder kam es durch die Vollsperrung zu starken Verkehrsbehinderungen und einem langen Stau.

Bereits am Dienstag hatte ein brennender Lkw nahe Limburg für Verkehrsbehinderungen auf der A3 gesorgt.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau kompakt, 04.07.2019, 16.45 Uhr