Die Polizei hat im Osten Nordrhein-Westfalens einem Medienbericht zufolge nach weiteren Waffenverstecken im Zusammenhang mit dem Mordfall Lübcke gesucht.

Bei der Suchaktion im Kreis Höxter seien am Donnerstag unter anderem Spürhunde eingesetzt worden. Die Suche sei zunächst ergebnislos verlaufen, berichtete ein Sprecher des Landeskriminalamts in Nordrhein-Westfalen. Es hätte Hinweise auf ein Versteck in einem Waldstück und entlang einer stillgelegten Eisenbahnlinie gegeben.

Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke war am 2. Juni an seinem Haus bei Kassel erschossen worden. Der Generalbundesanwalt geht von einem rechtsextremen Hintergrund aus. Der Hauptverdächtige Stephan Ernst hatte die Tat zunächst gestanden, später aber widerrufen. Nach dem Mord war eine Debatte über die Sicherheit von Kommunalpolitikern ausgebrochen.

Erst diese Woche war bekannt geworden, dass die Ermittler im Mordfall Lübcke bei Durchsuchungen in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Baden-Württemberg insgesamt 46 Schusswaffen beschlagnahmt haben.