Zerschlagener Blumenkübel auf dem Kopfsteinpflaster

Eine Polizistin ist am Frankfurter Mainufer mit einem 20 Kilo schweren Blumenkübel beworfen und nur knapp verfehlt worden. Der Täter hatte das Tongefäß offenbar absichtlich vom Eisernen Steg fallen gelassen. Die Ermittlungen laufen wegen versuchter Tötung.

Kurz nach Mitternacht hat ein Unbekannter in Frankfurt-Sachsenhausen am Sonntag einen Blumenkübel vom Eisernen Steg auf eine Gruppe Polizeibeamte fallen lassen. Die Polizei ermittelt nach eigenen Angaben wegen versuchter Tötung.

Zeugen haben Werfer gesehen

Demnach waren mehrere Polizeibeamte am Mainufer unterwegs, um die Einhaltung der Corona-Regeln zu kontrollieren. Als die Beamten gegen 0.50 Uhr eine Personengruppe in Höhe des Eisernen Stegs kontrollierten, schlug wenige Zentimeter neben einer Polizistin plötzlich ein etwa 20 Kilo schwerer Blumenkübel aus Ton auf dem Boden auf.

Der Kübel wurde aus einer Höhe von etwa sieben Metern vom Eisernen Steg geworfen. Zeugen wollen gesehen haben, dass der männliche Werfer das Wurfgeschoss erst auf die Brücke getragen und dann absichtlich auf die Polizeikräfte geworfen hat.

Festnahme am Römerberg

Nur wenig später nahm eine Streife am Römerberg einen 22-Jährigen fest, weil er einen Schuh auf den Streifenwagen geworfen hatte. Ob es sich bei dem Festgenommenen auch um den Blumenkübel-Werfer handelt, ist allerdings unklar.