Landgericht und Amtsgericht Frankfurt

Ein mutmaßlicher Islamist soll einen Sprengstoffanschlag auf ein Lokal in Frankfurt geplant haben. Zum Prozessauftakt am Landgericht Frankfurt legte der Angeklagte ein Teilgeständnis ab.

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Mit einem Teilgeständnis des Angeklagten ist am Mittwoch in Frankfurt der Prozess gegen einen mutmaßlichen Islamisten eröffnet worden. Vor dem Landgericht räumte der 25 Jahre alte Angeklagte ein, im Spätsommer 2018 erste Vorbereitungen für einen Selbstmordanschlag in einem Frankfurter Lokal getroffen zu haben.

Im Internet Sprengstoff bestellt

So habe er im Internet Sprengstoff geordert und Angebote zum Kauf eines Kalaschnikow-Gewehrs eingeholt, sagte er vor der Staatsschutzkammer des Gerichts. Bei seiner Recherche im Darknet, dem nicht ohne Weiteres zugänglichen Teil des Internets, geriet er allerdings in die Falle eines Geheimdienstes und wurde festgenommen, ehe er seine Pläne umsetzen konnte.

Außerdem muss sich der 25-Jährige in dem Verfahren wegen Übergriffen auf Passanten vor einer Moschee in Offenbach sowie einem Angriff auf einen Mitgefangenen in der Untersuchungshaft verantworten. Beides bestritt der Mann am Mittwoch. In dem Verfahren, in dem zunächst noch sieben Verhandlungstage geplant sind, geht es auch um eine mögliche Sicherungsverwahrung des Angeklagten in der Psychiatrie.

Ein Urteil wird Mitte Oktober erwartet.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau kompakt, 02.09.2020, 12.50 Uhr