Ein 50 Meter hoher Funkmast der Telekom ist bei Wiesbaden in Brand geraten - die Kabel wurden großteils zerstört. Die Feuerwehr spricht von einem "ungewöhnlichen Einsatz".

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Ein Feuerwehrmann beim von dichten, schwarzen Rauch umgebenem Funkmast bei Wiesbaden
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Ein 50 Meter hoher Funkmast der Telekom an der alten Platter Straße bei Wiesbaden ist am Samstag durch ein Feuer stark beschädigt worden. Ein Großteil der Funkkabel am Sendemast seien verbrannt, sagte ein Sprecher der Wiesbadener Feuerwehr dem hr. Der Schaden sei vermutlich so groß, dass alle Kabel ausgetauscht werden müssen. Ob Telekom-Kunden wegen des Brands Ausfälle zu spüren bekamen, war am Samstagabend unklar.

Die Feuerwehr war am Nachmittag gegen 15 Uhr an den brennenden Mast gerufen worden. Die Rauchentwicklung war so stark, dass sie von der Leitstelle Wiesbaden aus wahrgenommen werden konnte.

Das Löschen konnten die rund 20 Feuerwehrleute aus Wiesbaden und Taunusstein zuerst nicht beginnen, da unklar war, an welche Stromquelle der Mast angeschlossen war. Erst nachdem der Strom ausgeschaltet war, konnten mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz den Brand löschen. Wegen der Gefahr herunterfallender, brennender Teile wurde die B417 am Nachmittag in beide Richtungen voll gesperrt.

Brennender Funkmast "sehr selten"

Ein technischer Defekt habe den Kabelbrand ausgelöst, hieß es am Sonntag. Genaueres sollten Experten in der kommenden Woche ermittelten. Auch die Schadenshöhe war zunächst offen. Das Feuer hatte sich entlang des Masts durch die Kabel nach oben zur Spitze gearbeitet.

"Ein brennender Funkmast ist sehr selten", sagte der Sprecher dem hr auf Anfrage. "Ich wüsste nicht, dass es so etwas in unserem Einzugsbereich schon einmal gegeben hat." Wenn, dann müsse dies Jahre zurückliegen.

Sendung: hr-iNFO, 02.01.2021, 20.00 Uhr