Fotografisches Portrait von Philipp Mickenbecker. Daneben ein medizinisches Bild, auf dem der Krebs zu sehen ist.

Er kämpfte jahrelang gegen den Krebs. Nun ist der südhessische Youtuber Philipp Mickenbecker an seiner Tumorerkrankung gestorben. Der 23-Jährige hatte seine Krankheit öffentlich im Internet thematisiert.

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Nachruf auf den „Real Life Guy“ #PhilippMickenbecker
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Der Youtuber Philipp Mickenbecker und sein Zwillingsbruder Johannes begeisterten über Jahre hinweg auf ihrem Kanal "The Real Life Guys" ihre Fangemeinde mit verrückten Bauvideos - und zwar direkt aus Bickenbach (Darmstadt-Dieburg).

Doch im letzten Jahr trat auch ein ernstes Thema auf die Tagesordnung: Philipp Mickenbecker machte seine Krebserkrankung im Internet öffentlich und sprach ganz offen über seinen Tumor - Lymphdrüsenkrebs im Endstadium.

Nun ist der junge Mann im Alter von 23 Jahren gestorben, wie sein Bruder Johannes und Freunde am Donnerstag in einem Video auf dem gemeinsam geführten Kanal "Life Lion" mitteilten. Philipp sei bereits am 9. Juni im Krankenhaus gestorben, sagte Johannes. Er habe starke Blutungen gehabt, berichtete sein Bruder.

Bruder: "Es geht ihm jetzt besser"

Die Blutung habe zwar im Krankenhaus kurzfristig gelindert werden können, doch das Personal sah keine Hoffnung auf Besserung. Er sei unter anderem in Anwesenheit seines Bruders Johannes und von Freunden am Mittwoch gestorben.

Sein Bruder erklärte, am Tag vor seinem Tod habe Philipp seinen Frieden mit dem Krebs geschlossen. Er habe keine Schmerzen gehabt und sei mit "einem Lächeln eingeschlafen", sagte Johannes. "Es geht ihm jetzt tausend Mal besser, als es ihm hier gegangen wäre."

Im Alter von 16 Jahren hatte Mickenbecker das erste Mal die Diagnose Krebs erhalten. Eine Chemotherapie führte zunächst zum Erfolg - ehe der Tumor zurückkam. 2020 war es bereits das dritte Mal, dass der Krebs sich bei Philipp meldete. Auf eine Chemotherapie hatte er zuletzt verzichtet und stattdessen auf Gott vertraut.

Handy weg - echtes Leben an

Im Gespräch mit dem hr sagte Mickenbecker noch im November, er wolle den Leuten mitgeben, dass sie weniger Zeit am Handy und Computer verbringen sollen. Stattdessen sollten junge Leute das "Real Life" leben und mit anderen Leuten teilen. Das habe er selbst auch gemacht.

Man solle sich bewusst machen, dass das Leben ganz schnell zu Ende sein kann.

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