Nach dem Beginn der Waldrodungen für den Ausbau der A49 von Kassel nach Gießen wird auch der Protest gegen das umstrittene Autobahnprojekt immer lauter. Verfolgen Sie alle aktuellen Entwicklungen im Ticker.

  • Polizei: Friedliche Demonstration

    Die Demonstration von 80 bis 90 A49-Ausbaugegnern auf der Bundesstraße 62 zwischen Kirtorf und Stadtallendorf am Donnerstagvormittag ist nach Polizeiangaben friedlich verlaufen. Während der Veranstaltung des Umweltschutzverbands BUND seien im Herrenwald einige Aktivisten auf Bäume geklettert, um die laufenden Rodungen zu verhindern oder zu verzögern. Auch ein Tripod - ein dreibeiniges Gestell - sei von Aktivisten besetzt worden. Einige Menschen, die sich dort eingehängt hatten, seien auf den Boden geholt und aus dem Sicherheitsbereich geführt worden, sagte ein Polizeisprecher.

  • Bislang rund 27 Hektar Wald gerodet

    Für den Lückenschluss der A49 zwischen Kassel und Gießen sind seit 1. Oktober rund 27 Hektar Wald gerodet worden. "Wir sind im Plan", sagte ein Sprecher der Projektgesellschaft Deges am Donnerstag. Die Arbeiten konzentrieren sich derzeit auf den Herrenwald bei Stadtallendorf. Dort seien bislang Bäume auf einer Fläche von mehr als 20 Hektar gefällt worden. Im Maulbacher Wald bei Homberg/Ohm (Vogelsberg) sind es der Deges zufolge 3,5 Hektar. Im nahe gelegenen Dannenröder Forst haben die Rodungen noch nicht begonnen.

  • Top-Thema

    Umweltschützer demonstrieren auf der B62

    Gegner des Weiterbaus der umstrittenen A49 haben am Donnerstagvormittag auf der B62 demonstriert. Polizeiangaben zufolge waren 90 Teilnehmer vor Ort. Organisiert wurde die Demo vom Bund für Umwelt und Naturschutz BUND. Die Bundesstraße wurde zwischen Stadtallendorf-Niederklein (Marburg-Biedenkopf) und Kirtorf-Lehrbach (Vogelsberg) in beiden Richtungen gesperrt.

  • Top-Thema

    Rodungen für A49 fortgesetzt - Nägel in Bäumen

    Die Polizei ist bei ihrem Einsatz rund um den Weiterbau der Autobahn 49 auf mit Stahlnägeln gespickte Bäume gestoßen. Zahlreiche Bäume unter anderem im Herrenwald bei Stadtallendorf seien "gespiked" worden, teilte die Polizei am Dienstag mit. Nicht jeder derart präparierte Baum sei entsprechend markiert worden. Das berge ein enormes Gefahrenpotenzial bei den Fällarbeiten, falls die Nägel nicht bemerkt würden, schrieben die Beamten auf Twitter.

    Die Rodungsarbeiten für den umstrittenen Lückenschluss der A49 in Mittelhessen gingen auch am Dienstag im Herrenwald weiter. Seit dem 1. Oktober werden auf der geplanten Trasse Bäume gefällt, begleitet von Protesten von Umwelt- und Klimaaktivisten.

    Bäume und Spikes Zahlreiche Bäume, u.a. im #Herrenwald , wurden mit großen Stahlnägeln "gespiked". Nicht jeder präparierte Baum ist entsprechend markiert. Das birgt ein enormes Gefahrenpotential bei den Fällarbeiten, falls die Nägel nicht bemerkt werden. #DannenroederForst

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  • Top-Thema

    Steine und Feuerwerk gegen Polizeifahrzeug

    Bei der Sicherung der weiteren Rodungsarbeiten für den A49-Ausbau ist die Polizei nach eigenen Angaben am Samstag attackiert worden. Gegner des Ausbaus hätten im Herrenwald bei Stadtallendorf (Marburg-Biedenkopf) ein Einsatzfahrzeug mit Steinen und Feuerwerk angegriffen. Die Frontscheibe sei gesplittert, niemand sei verletzt worden.

    Es ist das erste Mal, dass für den Lückenschluss der Autobahn zwischen Gießen und Kassel auch am Wochenende Bäume gefällt werden. Die Gegner haben Aktionen bis einschließlich Montag angekündigt.

    #Herrenwald Ein Feldweg wurde durch einen umgeworfenen Hochsitz blockiert. Ein Einsatzfahrzeug musste am Hindernis anhalten und wurde unmittelbar mit Steinen und Feuerwerk angegriffen. Die Frontscheibe des Fahrzeugs zersplitterte dabei. #Dannenroeder #A49 #DannenroederForst

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  • Rodungsarbeiten im Herrenwald gehen weiter

    Die Rodungsarbeiten im Herrenwald bei Stadtallendorf (Marburg-Biedenkopf) sind am Morgen ohne Zwischenfälle wieder aufgenommen worden. Protestaktionen gab es nach Angaben der Polizei zunächst nicht. "Aktuell ist es sehr ruhig", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Gießen. Die Gegner des A49-Ausbaus hatten mehrere Aktionen bis einschließlich Montag angekündigt.

  • Al-Wazir: "Wir sind keine Straßenbaupartei"

    Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) hat Kritik von Umweltaktivisten an seiner Partei wegen der Rodungen für den Ausbau der A49 zurückgewiesen. "Es ärgert mich furchtbar, dass manche von denen, die da nun im Wald sitzen, sich ausgerechnet die Grünen als Angriffsziel ausgesucht haben", sagte Al-Wazir der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Samstagausgabe).

    Die Grünen hätten seit 40 Jahren versucht, den Ausbau der A49 zu verhindern: "Wir sind keine Straßenbaupartei." Doch gelte es zu akzeptieren, dass eine Mehrheit im Bundestag den Bau beschlossen, die Bundesregierung ihn in Auftrag gegeben und das Bundesverwaltungsgericht ihn für rechtmäßig erklärt habe.

    Al-Wazir übte schwere Kritik an Teilen der Aktivisten im Dannenröder Forst. Er habe "großes Verständnis für die, denen jetzt das Herz blutet" angesichts der Rodungen. Er sei "zu vernünftigen Diskussionen jederzeit bereit". Nicht jedoch mit jenen, "die sich radikalisiert haben, die für grüne Landtagsabgeordnete ein Waldverbot aussprechen und unsere Landesgeschäftsstelle angreifen, wie es kürzlich geschehen ist", sagte er.

  • Zwei Streifenwagen beschädigt

    Am Freitag wurden im Rahmen der Proteste rund um den A49-Ausbau erneut zwei Polizeiautos beschädigt. Das teilte ein Polizeisprecher mit. Mehrere Blockaden von Umweltaktivisten, um Streifenwagen und Baufahrzeuge an der Zufahrt zu hindern, wurden entfernt.

  • Top-Thema

    Aktionsbündnis sagt Menschenkette ab

    Die Gegner des A49-Ausbaus haben wegen der massiv gestiegenen Corona-Infektionszahlen eine für übernächsten Sonntag geplante Menschenkette am Dannenröder Forst abgesagt. Sie ließen eine überregionale Mobilisierung zu der Protestaktion "nun nicht mehr verantwortungsvoll zu", meldete am Freitag das Aktionsbündnis "Keine A49" der Organisationen Campact, BUND, Fridays for Future und Naturfreunde Deutschland.

    Zugleich forderte das Aktionsbündnis wegen Corona einen Stopp des Polizeieinsatzes gegen Aktivisten, die das Waldstück besetzt halten. Das gebiete die Verantwortung gegenüber der Gesundheit von Beamten und Besetzern. Uwe Hiksch von den Naturfreunden Deutschland kündigte weitere Proteste gegen die Rodung des Dannenröder Waldes an. Für den 25. Oktober rufe man nun "zu dezentralen Aktionen am Wald und in vielen deutschen Städten" auf.

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    Aktivisten eingedrungen: Polizei räumt Herrenwald erneut

    Die Rodungsarbeiten im Herrenwald sind am Freitag erneut von Protesten und Blockaden begleitet worden. Es seien Barrikaden errichtet worden, sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Polizisten hätten erneut das Gebiet geräumt und abgesperrt.

    Nach einer Mitteilung der Gegner des Autobahnausbaus waren am frühen Morgen etwa 80 Aktivisten in den Herrenwald eingedrungen. Bis einschließlich Montag seien mehrere Aktionen geplant, hieß es.  

  • Rodungen für A49 fortgesetzt

    Die Rodungsarbeiten für den umstrittenen Lückenschluss der Autobahn 49 sind am Donnerstag im Herrenwald bei Stadtallendorf (Marburg-Biedenkopf) fortgesetzt worden. Mit Unterbrechungen durch Proteste von Umweltschützern sei am Mittwoch etwa ein Hektar Wald gerodet worden, sagte ein Sprecher der Projektgesellschaft Deges. Auch in den kommenden Tagen werde im Herrenwald weitergearbeitet. Wie in den vergangenen Tagen war die Polizei im Einsatz, um das Gebiet zu sperren und zu räumen.

    Die Aktionen und Proteste seien am Mittwoch größtenteils friedlich und gewaltfrei verlaufen, teilte die Polizei am Abend mit. Die Waldbesetzer hätten sich jedoch durch verschiedene Handlungen in große Gefahr gebracht. Mehrere Personen seien lediglich durch unsichere Seilkonstruktionen gesichert gewesen. Etwa 40 Menschen, die sich in den Bäumen aufhielten, wurden laut Polizei durch Spezialkräfte gerettet.

    Videobeitrag

    Video

    zum Video Diskussion um A49-Protest

    hessenschau vom 15.10.2020
    Ende des Videobeitrags
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    Haftbefehl gegen A3-Blockierer, Al-Wazir verurteilt Aktion

    Nach der Blockade der A3 bei Idstein durch Gegner des A49-Ausbaus hat es gegen einen der Aktivisten einen Haftbefehl gegeben. Dieser sei dann aber außer Vollzug gesetzt worden, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiesbaden am Donnerstag mit. Unterdessen wird gegen sieben Beteiligte weiter ermittelt. Am Ende des durch die Blockade ausgelösten Staus war es am Dienstag zu einem Unfall mit einem Schwerverletzten gekommen.

    Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) sagte, wer sich an eine Autobahnbrücke hänge, spiele mit dem Leben Unbeteiligter und dem eigenen. Ohne die Blockade hätte es den Stau und den Unfall nicht gegeben. Er könne nur hoffen, "dass dieser tragische Unfall dem Teil der Protestierenden, der sich immer weiter radikalisiert, zu denken gibt" und sich die Demonstranten auf friedliche Protestformen besinnen, die niemanden gefährden.

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    Camp "Überall" wird geräumt

    Polizisten haben am Donnerstagvormittag begonnen, das Aktivisten-Camp "Überall" im Herrenwald zu räumen. 25 Aktivisten befinden sich am Boden, 15 in den Bäumen. Die Beamten waren erneut mit Hebebühnen und Kletterausrüstung vor Ort, um die Baumbesetzer abzuseilen.

    Eine Aktivistin wird weggetragen bei der Räumung im Herrenwald
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    Blockade am VW-Werk aufgelöst

    Nach rund zweieinhalb Stunden hat die Polizei die Blockade am VW-Werk in Baunatal beendet. Sie forderte die A49-Aktivisten auf, das Werkstor zu räumen. Wie unser Reporter vor Ort berichtet, zogen die Autobahn-Gegner friedlich von dannen. Die Polizei nahm keine Personalien auf. Zuvor hatte ein Dutzend Aktivisten mit einem Tripod den Eingangsbereich des VW-Werks teilweise versperrt.  

    Unterdessen gehen die Rodungsarbeiten für den Ausbau der umstrittenen A49 zwischen Gießen und Kassel weiter. Im Herrenwald bei Stadtallendorf berichten Aktivisten von einer bevorstehenden Räumung des Camps "Überall".

    A49-Aktivisten vor dem VW-Werk in Baunatal
  • Top-Thema

    Blockade am VW-Werk in Baunatal

    Rund 20 Aktivisten blockieren nach eigenen Angaben seit 6.15 Uhr zwei Eingänge des VW-Werks in Baunatal (Kassel). Die Aktion der autonomen Gruppe richte sich "gegen eine konzerngesteuerte Verkehrspolitik und für den sofortigen Baustopp der A49", heißt es in einer Mitteilung. Demzufolge haben die Aktivisten zwei Blockadekonstuktionen, sogenannte Tripods, aufgestellt und besetzt, um den Produktionsablauf des nordhessischen VW-Standorts zu stören. Die Blockade sei nicht gegen die Mitarbeitenden des Werks gerichtet.

  • Top-Thema

    Aktivisten verursachen Rodungsstopp im Herrenwald

    Erneut haben Demonstranten am Mittwoch die Rodungsarbeiten für den Ausbau der Autobahn 49 in Mittelhessen begleitet. Von den laut Polizei rund 30 Aktivisten kletterten drei auf einen Harvester, andere mussten von einem Höheninterventionsteam aus den Bäumen geholt werden. Teilweise hätten die Demonstranten "mit körperlicher Gewalt" aus dem eigentlich gesperrten Bereich im Herrenwald bei Stadtallendorf (Marburg-Biedenkopf) gebracht werden, teilte die Polizei am Abend mit. Die Rodungen seien durch die Aktionen zwischenzeitlich gestoppt und danach wie geplant fortgesetzt worden.

    Ein Spezialfahrzeug mit Polizisten fährt in den Herrenwald.
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    Neun Festnahmen nach Blockade auf A3

    Im Zusammenhang mit der Blockade der A3 hat die Polizei neun Aktivisten festgenommen. Das teilte das Präsidium Mittelhessen bei Twitter mit. Am Morgen hatten sich zwei Aktivisten von einer Autobahnbrücke bei Idstein (Rheingau-Taunus) auf die Mittelleitplanke abgeseilt. Die Autobahn war stundenlang gesperrt. Es bildete sich ein kilometerlanger Rückstau, an dessen Ende es in Richtung Köln zu einem Auffahrunfall kam. Dabei wurde ein 29 Jahre alter Autofahrer schwer verletzt.

    Nach Angaben der Polizei soll gegen die Teilnehmer der Abseilaktion nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft Wiesbaden ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werden.

  • Blockade der A3 aufgehoben

    Die Blockade auf der A3 bei Idstein (Rheingau-Taunus) ist inzwischen aufgehoben. Ander als zuerst berichtet, hatten sich zwei Aktivisten von einer Brücke abgeseilt. Weitere Menschen hielten sich auf der Brücke auf. Auch über die Dauer der Sperrung in Richtung Köln gab es zunächst widersprüchliche Angaben. Am frühen Nachmittag meldete die Polizei zunächst via Twitter, die Fahrbahn sei wieder frei. Gegen 15 Uhr hieß es dann, die Sperrung dauere noch an. Der Verkehr staut sich noch immer auf 14 Kilometern.

    Aktivisten seilten sich von der Brücke ab.
  • Top-Thema

    Ein Aktivist vorläufig festgenommen

    Das Camp im Herrenwald bei Stadtallendorf ist vollständig geräumt. Dabei wurde eine Person in Gewahrsam genommen, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte. Die Räumung des Gebietes hatte mehrere Stunden gedauert. Teilweise wurden die Aktivisten weggetragen. Es habe aber keine größeren Zwischenfälle gegeben. Mehrere Menschen hatten sich im Herrenwald bei Stadtallendorf auf zwei Plattformen in Höhe von sieben bis acht Metern aufgehalten. Sogenannte Höheninterventionsteams der Polizei waren im Einsatz.

    Die Polizei räumt das Camp "Neuerdings" im Herrenwald.
  • Aktivisten aus Herrenwald getragen

    Die Polizei hat dutzende Aktivisten aus dem Camp "Neuerdings" im Herrenwald getragen. Etwa 40 Aktivisten hingen dort an Seilen in der Luft, verschanzten sich auf Baumhäusern und Barrikaden oder saßen unter Planen auf dem Boden. Einige Aktivisten seien 15 Meter hoch geklettert und hätten sich dadurch in Lebensgefahr begeben, sagte ein Sprecher der Polizei. Ein Aktivist befinde sich noch in den Bäumen, berichtet unsere Reporterin Anna Spieß. Derweil habe die Polizei begonnen, die Barrikaden wegzuräumen.

    Zwei Polizisten tragen einen vermummten Aktivisten aus dem Wald.
  • SEK zur A3 unterwegs - Unfall am Stauende

    Nach hr-Informationen ist ein Spezialeinsatzkommando der Polizei zur A3 unterwegs, um die Blockade aufzulösen. Rund zehn Aktivisten halten sich bei Idstein (Rheingau-Taunus) auf einer Brücke auf und seilen sich ab. Auf der Fahrbahn in Richtung Köln hat es zudem einen schweren Unfall gegeben: Ein Auto ist am Stauende in einen Lkw gekracht. Ein Rettungshubschrauber ist im Einsatz. Die Autobahn ist weiter in beide Richtungen gesperrt, derzeit staut sich der Verkehr auf sieben Kilometern.

  • Top-Thema

    Aktivisten blockieren A3 - Autobahn gesperrt

    Eine Gruppe Aktivisten blockiert die A3, um gegen die Rodungen im Herrenwald und Maulbacherwald zu protestieren. Nach Polizeiangaben seilen sich etwa zehn Aktivisten von einer Brücke bei Idstein (Rheingau-Taunus) ab. Die Autobahn sei zwischen Idstein und Bad Camberg (Limburg-Weilburg) in beide Richtungen voll gesperrt. Es wird empfohlen, den Bereich zu umfahren. Wie lange die Sperrung dauert, ist noch unklar. Aktuell staut sich der Verkehr auf beiden Seiten auf mehreren Kilometern.

  • Top-Thema

    Polizei räumt Camp im Herrenwald

    Die Polizei hat am Dienstag mit der Räumung des Camps "Neuerdings" im Herrenwald begonnen. Laut Mitteilungen der Aktivisten rückten am Morgen rund 100 bis 200 Beamte an, um den Wald für weitere Rodungen vorzubereiten. In dem Camp befanden sich in den vergangenen Tagen rund 25 Umweltschützer, die teilweise in Hängematten in bis zu 15 Meter Höhe ausharrten. Eine offizielle Bestätigung der Polizei gibt es derzeit noch nicht, hr-Reporter Jochen Schmidt ist aber schon vor Ort und berichtete gerade von mehreren Hundertschaften. Der Wald ist umstellt.

    Polizisten umstellen Wald im Dannenröder Forst
  • Rodungen im Herrenwald gehen unter Protest weiter

    Die Rodungen für den umstrittenen Lückenschluss der A49 wurden am Montag im Bereich des Herrenwalds bei Stadtallendorf (Marburg-Biedenkopf) fortgesetzt. Es handele sich um ein größeres Areal, sagte ein Sprecher der Projektgesellschaft Deges. Entsprechend sollen die Arbeiten dort auch in den kommenden Tagen weitergehen. Man werde sich schrittweise vorarbeiten.

    Erneut protestierten Umweltschützer gegen die Rodungen, auch die Polizei war wieder im Einsatz. Eine Sprecherin berichtete von einem weitestgehend friedlichen Verlauf, allerdings habe es auch Widerstand gegen Polizisten gegeben. Beim Versuch, einen Mann aus einem Versteck zu ziehen, habe dieser unvermittelt zugeschlagen und einen Beamten mit der Faust im Gesicht getroffen. Bei einem folgenden Gerangel sei dann Pfefferspray eingesetzt worden. Zwei Beamte wurden laut Polizeibericht verletzt, der Mann sei bis auf die Auswirkungen des Sprays unversehrt geblieben.

    Für den noch offenen Lückenschluss sollen insgesamt 85 Hektar Wald gerodet werden, davon gehören 27 Hektar zum Dannenröder Wald und 49 Hektar zum nahe gelegenen Herrenwald.

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    Offenbar erneut Metallstifte in Bäumen

    Eine autonome Gruppe hat im Herrenwald nach eigenen Angaben erneut Bäume mit Metallstiften versehen. Dieses mal wurden die Bäume allerdings offenbar nicht besonders markiert, um vor den Stiften zu warnen. Beim sogenannten "spiken" werden Metallstifte oder Nägel in die Bäume gehämmert. Sie können Schaden an Motorsägen anrichten können und auch für Menschen gefährlich werden.

    In dem Schreiben der Aktivistengruppe auf dem Portal Indymedia heißt es: "Es ist scheiße, Bäume zu spiken, und tut ihnen nicht gut - doch wenn wir es nicht tun, liegen sie in ein paar Tagen eh flach." Die meisten Bäume stünden in der Nähe einer Waldbesetzung. Bei einer ersten ähnlichen Aktion hatten die Aktivisten noch betont, nur eindeutig markierte Bäume zu spiken, damit niemand zu Schaden komme. Die Polizei kann den Vorfall noch nicht bestätigen.