In Kaufungen steht der Ortsteil Niederkaufungen unter Wasser.
In Kaufungen steht der Ortsteil Niederkaufungen unter Wasser. Bild © Michael Przibilla/hr

Unwetter mit Starkregen sorgen auch am Dienstag für Unfälle, Straßensperrungen und Dauerstress bei der Feuerwehr. Für große Teile Hessens wurden Warnungen herausgegeben.

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Ein Regengebiet mit teils ergiebigen Niederschlägen zieht seit Montagabend über Hessen hinweg. Dadurch kommt es auch am Dienstag teils zu heftigen Überschwemmungen und Behinderungen. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor neuen Unwettern in Süd- und Osthessen, aber auch in der Region um Kassel. Dort waren am Morgen mehrere Straßen überflutet, Keller waren vollgelaufen und Bäume umgestürzt. Die Feuerwehren befinden sich im Dauereinsatz.

In Kassel selbst steht der Platz der Deutschen Einheit noch immer unter Wasser. Besonders betroffen sind nach Angaben der Polizei auch die Stadtteile Bettenhausen und Forstfeld sowie die Landkreiskommunen Lohfelden, Kaufungen, Niestetal und Helsa. Dort wurden zahlreiche Hauptverkehrsstraßen gesperrt. "Es kommt zu erheblichen Verkehrsbehinderungen", sagte ein Polizeisprecher.

Eine Anwohnerin in Niederkaufungen steht in ihrem Garten noch auf trockenem Boden.
Eine Anwohnerin in Niederkaufungen steht in ihrem Garten noch auf trockenem Boden. Bild © Michael Przibilla/hr

In Kaufunger Ortsteil Niederkaufungen steht das Wasser knietief auf den Straßen. Die Losse war über die Ufer getreten.

Der Starkregen macht sich auch auf Hessens Autobahnen bemerkbar. Die A44 wurde am Vormittag wegen einer überfluteten Fahrbahn zwischen dem Kreuz Kassel-West und dem Dreieck Kassel-Süd gesperrt. Besonders betroffen ist das Dreieck Kassel-Süd. Dort ist die A7 auf der Verbindung zur A44 Richtung Dortmund wegen Überflutung gesperrt. Die Polizei meldete zudem Unfälle wegen Aquaplaning auf der A44 bei Diemelstadt und auf der A7 bei Niederaula. Auch auf der A4 bei Bad Hersfeld steht das Wasser.

Autofahrer sollen unnötige Fahrten vermeiden

Auch in Fulda, dem benachbarten Künzell und Alsfeld im Vogelsberg mussten mehrere Straßen gesperrt werden. Sowohl in Fulda als auch in Gießen berichtete die Polizei von umgestürzten Bäumen. Verletzt wurde nach ersten Angaben niemand. Verkehrsteilnehmer wurden gebeten, besonders vorsichtig zu fahren und unnötige Fahrten zu vermeiden.

Autobahnabschnitt gesperrt

Bereits am Montagabend hatte Tief "Axel" die Einsatzkräfte in Atem gehalten. Die Autobahn 4 zwischen den Anschlussstellen Herleshausen (Werra-Meißner) und Gerstungen (Thüringen) musste in Richtung Westen wegen der überfluteten Fahrbahn gesperrt werden, wie die Polizei mitteilte.

In Eschwege (Werra-Meißner) standen zwischenzeitlich einige Straßen unter Wasser, wie Feuerwehr und Polizei mitteilten. Im nahen Witzenhausen liefen laut Leitstelle einige Keller voll.

Fulda vom Starkregen kalt erwischt

Auch in Osthessen hatte die Feuerwehr mit den Unwetterfolgen zu kämpfen. In Eiterfeld (Fulda) geriet der Dachstuhl eines Einfamilienhauses in Brand. Ursache war vermutlich ein Blitzeinschlag. Zudem standen mehrere Straßen unter Wasser.

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Die Feuerwehren pumpten vor allem Keller und Garagen aus.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Überflutungen und ein Brand in Osthessen

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In Schlüchtern wurden Straßen überflutet.
In Schlüchtern wurden Straßen überflutet. Bild © osthessen-news.de

In Flieden (Fulda) wurde Schlamm von einem Feld auf eine Straße gespült, wie Osthessen-News berichtete. Aus Schlüchtern (Main-Kinzig) gab es ebenfalls Bilder von überfluteten Straßen. Die Kinzig überschritt die zweite von drei Hochwasserstufen und trat über die Ufer.

Schlammlawine in Schotten

Auch in Schotten (Vogelsberg) musste die Feuerwehr zu mehreren Einsätzen ausrücken, unter anderem wegen hochgedrückter Gullydeckel und vollgelaufener Keller. Im Stadtteil Rainrod wurde die Ortsdurchfahrt laut Polizei wegen Wassermassen und einer Schlammlawine gesperrt.

Für den östlichen Teil Hessens hatte der Deutsche Wetterdienst am Montagabend Unwetterwarnungen der zweithöchsten Stufe ausgegeben. Bereits am Sonntag waren heftige Unwetter über Hessen hinweggezogen und hatten für Überflutungen gesorgt.

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Sendung: hr-iNFO, 21.05.2019, 6.00 Uhr