Es blitzt bei Usingen.

Erst sommerliche Temperaturen, dann Starkregen, Blitz und Donner: Gewitter-Tief Olger hat am Donnerstag für Unwettereinsätze gesorgt. Auch am Freitag bleibt es ungemütlich.

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Unwetter im Rhein-Main-Gebiet
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Sonne satt und kaum ein Wölkchen am Himmel: So hat uns das Wetter in den vergangenen Tagen nach einem eher bescheidenen Mai beglückt. Doch ab dem frühen Donnerstagabend war das sommerliche Feiertagswetter an Fronleichnam vorbei.

Tief Olger zog über Hessen hinweg und sorgte für teils kräftige Gewitter. Während manche Landesteile von den Niederschlägen völlig verschont blieben, gab es unter anderem im Rhein-Main-Gebiet örtlich überschwemmte Straßen und volllaufende Keller.

Überschwemmungen und umgestürzte Bäume

In Frankfurt berichtete die Feuerwehr auf Twitter von rund 70 Einsätzen nach dem Starkregen. Besonders in den südlichen Stadtteilen Sachsenhausen, Niederrad und in Teilen der Innenstadt kam es wegen des Gewitters zu vollgelaufenen Kellern und umgestürzten Bäumen. Nach ein paar Stunden waren alle Einsätze in Frankfurt beendet, größere Schäden blieben aus, verletzt wurde auch niemand.

Auch südlich von Frankfurt kam es zu mehreren Einsätzen. In Dreieich-Sprendlingen und Dreieichenhain standen Keller und Straßen unter Wasser. Die Feuerwehr fuhr zu rund 60 Einsätzen. Mehr Arbeit gab es für die Einsatzkräfte in der Schillerschule in Sprendlingen. Dort lief das Wasser im Keller bis unter die Decke.

Auch in Darmstadt-Dieburg Einsätze

Wie die Polizei dem hr zudem bestätigte, schlug in Neu-Isenburg zudem ein Blitz in ein Auto ein. Insgesamt musste die Feuerwehr hier zu mehr als 100 Einsätzen ausrücken. Eine Tiefgarage lief voll, Keller und Straßen standen unter Wasser. In Offenbach stürzte außerdem ein Baum beinahe auf die Straße. Auch die Feuerwehr in Darmstadt-Dieburg musste zu rund 10 Einsätzen fahren. Auch hier waren Keller und Straßen überflutet.

Seit 21:15 Uhr werden uns nur noch vereinzelte Einsatzstellen gemeldet. Insgesamt sind 70 Einsatzstellen von Freiwilliger Feuerwehr, @dlrgfrankfurt und Berufsfeuerwehr angefahren worden. ^tka

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Zeitweise hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Abend für Hessen Unwetterwarnungen ausgesprochen: In den Kreisen Limburg-Weilburg, Hochtaunus, Wetterau und Rheingau-Taunus warnte dieser vor starkem Gewitter, Starkregen, Hagel und Sturmböen mit bis zu 80 Kilometer pro Stunde.

Es bleibt schwül-wechselhaft

Am Freitag bleibt es schwülwarm und wechselhaft. Mal scheint die Sonne, mal gibt es dichtere Wolken. Erst sind nur einzelne Schauer und Gewitter unterwegs, ab dem Mittag nehmen die Gewitterschauer jedoch zu und es besteht erneut Unwettergefahr, besonders durch heftigen Starkregen. Die Höchstwerte am Freitag: 22 bis 28 Grad.

Die instabile Wetterlage mit Sonne, Gewittern und Starkregen wird laut hr-Metereologe Mark Eisenmann mindestens bis zum Wochenende anhalten. In der kommenden Woche könnten die Schauer dann nachlassen. Wann der strahlend blaue Himmel nach Hessen zurückkehrt, ist dem Wetterfachmann zufolge aber noch offen.