Ein Schild mit der Aufschrift "Justizbehörden Darmstadt - Amtsgericht, Landgericht, Staatsanwaltschaft"
Justizzentrum Darmstadt Bild © picture-alliance/dpa

Die Staatsanwaltschaft führt ein pikantes Ermittlungsverfahren gegen einen langjährigen Mitarbeiter des Odenwaldkreises. Der mittlerweile entlassene 55-Jährige soll ein Tierporno-Video verbreitet haben.

Weil er einen Tierporno verschickt haben soll, ist ein Mitarbeiter der Abteilung Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landratsamts im Odenwaldkreis seinen Job los. Das Odenwälder Journal hatte zuerst über das Verfahren gegen den Tiergesundheitsaufseher berichtet. Sprecher der Staatsanwaltschaft Darmstadt und des Kreises bestätigten dem hr Ermittlungen gegen den 55 Jahre alten Mann.

Er soll ein Handyvideo mit tierpornografischem Inhalt - von einer sexuellen Handlung zwischen Mensch und Tier - verbreitet haben. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte dem hr, unklar sei, ob der Mann das Video nur verbreitet oder auch selbst erstellt habe. Das müsse noch ermittelt werden. Derzeit würden auch noch sichergestellte Speichermedien des Mannes ausgewertet.

Beschwerde bei interner Stelle

Dem Bericht des Odenwälder Journals zufolge hatte eine Empfängerin des Videos sich bei einer internen Stelle des Landratsamts beschwert. Damit kamen die Ermittlungen gegen den langjährigen Mitarbeiter ins Rollen. "Die Kreisverwaltung ist sofort tätig geworden, nachdem die Vorwürfe gegen den Mitarbeiter bekannt geworden waren, und hat die polizeilichen Ermittlungen unterstützt", betonte der Sprecher des Odenwaldkreises.

Da die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen seien, könnten keine näheren Angaben zum Tatvorwurf gemacht werden. "Zu der fristlosen Kündigung gab es keine Alternative", sagte der Sprecher. Dazu laufe ein arbeitsgerichtliches Verfahren.

Der Besitz von Tierpornografie ist in Deutschland nicht verboten, das Erstellen und Verbreiten hingegen schon. Dafür drohen bis zu drei Jahren Freiheits- oder eine Geldstrafe.

Sendung: hr-iNFO, 17.01.2019, 9.20 Uhr