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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Raser von Sachsenhausen in Psychiatrie

Das Auto blieb nach dem tödlichen Unfall auf dem Dach liegen.

Nach dem Crash in Frankfurt-Sachsenhausen mit zwei Toten ist der mutmaßliche Verursacher in die Psychiatrie gekommen. Gegen ihn wird wegen zweifachen Totschlags ermittelt. Er soll gezielt über rote Ampeln gerast sein.

Der Autofahrer, der am 13. Februar durch Frankfurt-Sachsenhausen gerast und den Tod zweier Menschen verursacht haben soll, ist in die Psychiatrie eingewiesen worden. Eine Sprecherin des Frankfurter Amtsgerichts bestätigte dem hr einen entsprechenden Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Demnach wurde am Montag ein entsprechender Unterbringungsbefehl nach § 126a StPO ausgestellt und vollstreckt.

Ermittlungen wegen Totschlags in zwei Fällen

Der 38-Jährige sei in die forensische Psychiatrie in Haina (Waldeck-Frankenberg) gebracht worden, so die Sprecherin. Näheres über die Gründe sagte sie nicht. Gegen den Mann werde wegen Totschlags in zwei Fällen in Tateinheit mit gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr ermittelt.

Der Mann war nach Zeugenberichten mit überhöhter Geschwindigkeit durch die Stadt gefahren. Dabei soll er mutwillig mehrere rote Ampeln überfahren haben. An einer Kreuzung in Sachsenhausen erfasste er zwei 31 und 40 Jahre alte Fußgänger, die die Straße überquerten. Beide starben im Krankenhaus an ihren Verletzungen.

Ortsvorsteher fordert harte Strafen

Der schwerverletzte Fahrer hatte noch versucht, vom Tatort zu flüchten. Passanten hinderten ihn daran. Ortsvorsteher Christian Becker (CDU) hatte nach dem Vorfall harte Strafen für Raser gefordert. "Solchen Fahrern darf man den Führerschein nie wieder geben", sagte er.

Sendung: hr-iNFO, 22.2.2021, 19 Uhr