Völlig zerstörtes Auto nach Unfall in Offenbach
In diesem völlig zerstörten Auto verbrannten die beiden Männer. Bild © Einsatzreport Südhessen

Vor neun Monaten starben zwei Menschen bei einem Unfall in Offenbach. Zwei weitere Personen wurden lebensgefährlich verletzt. Nun steht fest: Der Unfallverursacher war viel zu schnell gefahren.

Es waren schreckliche Bilder, die sich den Ersthelfern am 22. September vergangenen Jahres auf der Sprendlinger Landstraße in Offenbach boten. Zwei Autos waren an jenem Samstagabend auf der vierspurig ausgebauten Landstraße mit voller Wucht ineinander gekracht.

Der stadteinwärts fahrende Wagen fing Feuer, der 44 Jahre alte Fahrer aus Offenbach und sein 29-jähriger Beifahrer aus Trebur (Groß-Gerau) wurden eingeklemmt. Sie verbrannten noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte in dem völlig zerstörten Fahrzeug. Die beiden 25 Jahre alten Insassen des stadtauswärts fahrenden Autos, beide aus Offenbach, kamen mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus. Sie überlebten den Unfall.

Mindestens 45 km/h zu schnell

Die Staatsanwaltschaft schaltete damals einen Sachverständigen ein, um den Unfallhergang zu klären. Mittlerweile steht fest: Der Unfallverursacher, der 44-Jährige, raste mit deutlich erhöhtem Tempo über die Sprendlinger Landstraße. Der Mann muss mindestens 45 Stundenkilometer zu schnell gefahren sein, wie aus dem Gutachten hervorgeht.

So habe die Kollisionsgeschwindigkeit im Bereich von 115 bis 150 Stundenkilometer gelegen, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Offenbach auf Nachfrage von hessenschau.de mit. An dieser Stelle ist nur Tempo 70 erlaubt.

Laut Bericht des Gutachters war der 44-Jährige mit seinem Wagen ins Schleudern und anschließend auf die Gegenfahrbahn geraten. Dort kam es dann zum fatalen Zusammenstoß mit dem Pkw des 25-Jährigen. Gegen ihn wurden die Ermittlungen inzwischen "mangels hinreichenden Tatverdachts" eingestellt, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft.